Geplantes Schutzgebiet in Lichterfelde-Süd

(ehemals "Parks Range")

Worum geht es?

Großer Feuerfalter
Großer Feuerfalter
Bild: © Anne Loba

Das ehemalige militärische Übungsgelände „Parks Range“ in Lichterfelde Süd südlich der Réaumurstraße ist aus Naturschutzsicht eine der bedeutendsten Flächen Berlins. Aufgrund des Vorkommens vieler seltener, zum Teil geschützter Tiere und Pflanzen handelt es sich hier um einen Hotspot der Biodiversität. Wiesen, Baumgruppen, Wäldchen und eine abwechslungsreiche, teils hügelige Weidelandschaft mit Pferden prägen das Landschaftsbild. Wegen der Größe und Unzerschnittenheit, dem Vorkommen teils streng geschützter Arten sowie der Vielfalt an Biotopen, Tier- und Pflanzenarten ist das Gebiet für den Naturschutz sehr wertvoll. Ausschlaggebend für diese positive Entwicklung ist ein geschicktes Zusammenspiel von gelenkter Beweidung mit mobilen Weidezäunen und einer gezielten manuellen Pflege über einen Zeitraum von mehr als 20 Jahren. Verschaffen Sie sich einen Eindruck in der Bildergalerie unten.

Schutzwürdigkeit

In einem vom Bezirksamt beauftragten Gutachten zur Schutzwürdigkeit wurden die Naturschutzwertigkeiten untersucht. Für weite Bereiche wird eine Offenhaltung und Unterschutzstellung empfohlen. Diese Empfehlung für eine Schutzgebietsausweisung wurde als Darstellung in das Landschaftsprogramm Berlin übernommen und damit als behördenverbindliches Ziel festgelegt.

Weitere Planungsschritte

Parallel zum städtebaulichen Workshop für das künftige Baugebiet wurde 2014 in vier „Workshops Grüne Mitte” eine allgemeine Perspektive für die Lichterfelder Weidelandschaft (damals noch als „Grüne Mitte“ bezeichnet) erarbeitet.
Eine wichtige Arbeitsgrundlage für die Erhaltung und Entwicklung der Lichterfelder Weidelandschaft stellt das Gutachten zum „Beweidungs- und Pflegemanagement Lichterfelde Süd” dar. Darin werden die praktizierten Pflege-, Lenkungs- und Beweidungsmaßnahmen benannt die zu dieser außergewöhnlichen Struktur- und Artenvielfalt und diesem attraktiven Landschaftsbildes führen.
Darüber hinaus wurde ein „Naturschutzfachliches Leitbild“ (Cassens + Siewert 2017) erarbeitet. Es stellt Leitideen für die Weiterentwicklung der Lichterfelder Weidelandschaft und die Verknüpfung mit dem künftigen Wohngebiet dar. Neben den Anforderungen des Naturschutzes finden darin auch die Aspekte der Erholung und der Umweltbildung Berücksichtigung.
Das Umwelt- und Naturschutzamt wirkt nun darauf hin, dass das Verfahren zur Unterschutzstellung bei der Senatsverwaltung möglichst bald beginnt.
Alle oben genannten Gutachten sowie weitere Beschlüsse, Protokolle, Pressemitteilungen usw. finden Sie hier chronologisch aufgeführt.

Bilder aus dem geplanten Schutzgebiet

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Weiterführende Informationen