Psychomotorische Therapie

Was ist PSYCHOMOTORIK???

Zwischen der letzten U-Untersuchung und der Einschulung tauchen immer wieder Fragen bei den Eltern auf:

  • Mein Kind ist irgendwie anders!!!
  • Verläuft seine Entwicklung altersgerecht???

oder

  • „Mein vierjähriger Sohn kann nicht alleine die Treppe hoch und runter laufen…“
  • „Meine Tochter kann keinen Ball fangen, sie ist fünf Jahre alt…“
  • „Mein Kind ist sehr unruhig, es kann keine Minute still sitzen. Es ist häufig aggressiv…“
  • „Mein Kind stolpert oft, die Beine sind voll blauer Flecke und es scheint dabei keinen Schmerz zu empfinden…“
  • „Nur ich kann die Sprache meiner Tochter verstehen. Sie will keine feste Nahrung zu sich nehmen…“
  • „In der Vorschule kommt er jetzt schon nicht mehr zurecht und die Lehrerin auch nicht mit ihm…“

Wenn Sie solche oder ähnliche Sorgen haben, bieten wir Ihnen die Möglichkeit Ihr Kind im Kinder- und Jugendgesundheitsdienst vorzustellen. Ein Team aus Kinderärztinnen/-ärzten sowie Physio- und Ergotherapeutinnen untersucht die altersentsprechende Entwicklung Ihres Kindes.

Bei Bedarf kann Ihr Kind in einer Psychomotorik-Gruppe oder einzeln gefördert werden. Die Gruppen werden von speziell qualifizierten Therapeutinnen geleitet, die jeweils zu zweit eine Gruppe begleiten.

Die psychomotorische Therapie ist eine ganzheitliche Entwicklungsförderung der Grobmotorik, Feinmotorik und Wahrnehmungsverarbeitung. Sie wird u.a. eingesetzt bei:

  • Bewegungsauffälligkeiten
  • Bewegungsstörungen

Die Kinder lernen spielend ihren eigenen Körper zu erfassen, ihre Fähigkeiten einzuschätzen und zu erweitern sowie ihre Grenzen zu akzeptieren. Dadurch wird ihr Selbstvertrauen gefördert.

Inhalt der Behandlung:

  • Übungsanreize zur Gleichgewichtskontrolle, Koordination, Geschicklichkeit und Kraft
  • Förderung der Feinmotorik, Hand-Fußbeweglichkeit, -geschicklichkeit
  • Förderung der Auge-Hand-Koordination und des feinmotorischen Krafteinsatzes
  • Förderung der graphomotorischen Fertigkeiten
  • Verbesserung der Wahrnehmungsverarbeitung z.B. Entspannungsübungen
  • Beeinflussung der Folgeerscheinungen motorischer Störungen wie z.B. Lern- und Verhaltensstörungen
  • Förderung der Persönlichkeitsentwicklung
  • Entfaltung der Sozialkompetenz

Die psychomotorische Therapie wird als Einzel- oder Gruppenbehandlung von den Ärzten/innen des Kinder- und Jugendgesundheitsdienstes verordnet.

Um den Kindern einen optimalen Start in der Schule zu ermöglichen, sollte möglichst früh mit der Förderung begonnen werden. Wir bieten daher auch Psychomotorik-Gruppen für das 3. – 4. Lebensjahr an. Ebenso besteht die Möglichkeit einer Einzeltherapie.