Wohnberechtigung

Wichtiger Hinweis :

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Anträge und nachzureichende Unterlagen werden *nur noch in den Bürgerämtern* persönlich entgegengenommen. Bitte reichen Sie im Bürgeramt die Originalunterlagen und Kopien hiervon ein.
Die Bearbeitung der Anträge erfolgt dann im Amt für Bürgerdienste – Wohnen (ehemals Wohnungsamt). Dort sind keine Anträge mehr persönlich einzureichen, die schriftliche Beantragung ist dort weiterhin möglich.

Aufgaben im Bereich Wohnberechtigung/Wohnungsbindung

  • Erteilung von Bezugsbescheinigungen für geförderten Wohnraum
    Der Bezug von öffentlich gefördertem Wohnraum setzt in der Regel die Einhaltung von Einkommensgrenzen voraus. Die von den Vermietern benötigte Bescheinigung wird auf Antrag eines Wohnungssuchenden vom Amt für Bürgerdienste – Wohnen erteilt. Antragsberechtigt sind in der Regel die volljährigen Bewohner des Bezirkes Steglitz-Zehlendorf und Bürger, die (noch) nicht in Berlin wohnen. Ausländische Mitbürger müssen dabei über eine gültige Aufenthaltserlaubnis verfügen.
    Antragsformulare finden Sie in unserer Formular-Übersicht

Folgende Bescheinigungen werden vom Amt für Bürgerdienste – Wohnen erteilt :

  • WBS (Wohnberechtigungsschein – 1. Förderweg)
  • RlvF (Richtlinien vereinbarte Förderung – 2. Förderweg (gebührenpflichtig)
  • SBG (Selbstbenutzungsgenehmigung für eine Wohnung durch Eigentümer)
    Näheres hierzu können Sie auch den Hinweisen der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung (SenStadt) zum Thema Wohnungsarten und -anmietungExterner Link entnehmen.

  • Überwachung der ordnungsgemäßen Belegung und Nutzung von Sozialbauwohnungen.
    Sozialbauwohnungen sind in der Regel an Inhaber eines für die Wohnung passenden Wohnberechtigungsscheines (WBS) zu vermieten, es sei denn, es liegt eine Ausnahme (= Freistellung – siehe nächster Punkt) vor.
    Über das Freiwerden und die Wiedervermietung von Sozialbauwohnungen ist das Amt für Bürgerdienste – Wohnen, durch den Vermieter zu informieren. Sozialbauwohnungen dürfen ohne Genehmigung des Amtes für Bürgerdienste – Wohnen nicht leer stehen und auch nicht zu anderen als Wohnzwecken (z.B. gewerblich) genutzt werden.
  • Freistellung von der Wohnungsbindung bei Sozialbauwohnungen
    Von dem Regelfall, dass ein passender WBS zur Anmietung einer Sozialbauwohnung vorhanden sein muss, gibt es eine Ausnahme – die sogenannte Freistellung von den Wohnungs- oder Belegungsbindungen. Im Bezirk gibt es bereits viele Wohnungen, die durch generelle Ausnahmeregelungen von der Wohnungsbindung freigestellt sind, d.h. auch ohne einen WBS vermietet werden dürfen. Für andere Wohnungen kann das Amt für Bürgerdienste – Wohnen, in begründeten Ausnahmefällen auf Antrag des Vermieters eine Einzelfreistellung zur Nutzung des Wohnraumes durch Interessenten auch ohne (passenden) WBS erteilen.
    Siehe hierzu auch unter FAQs – Häufig gestellte Fragen
  • Überprüfung der Einkommensverhältnisse bei Nutzern geförderten Wohneigentums.
    Bei öffentlich gefördertem Wohnungseigentum nach dem Wohnraumförderungs-Bestimmungen (WFB) überprüft das Amt für Bürgerdienste – Wohnen in vorgegebenen zeitlichen Intervallen auf Antrag der Nutzer deren aktuelle Einkommensverhältnisse (= Angemessenheitsbescheinigung). Die Investitionsbank Berlin (IBB) passt dann die weitere Förderung des Wohnungseigentums an das Ergebnis der Berechnung des Wohnungsamtes an.
    Antragsformulare finden Sie in unserer Formular-Übersicht
  • Erteilung von Bescheinigungen über das Ende der Eigenschaft “öffentlich gefördert”.
    Wenn der Eigentümer von Sozialbauwohnungen die ihm gewährten öffentlichen Mittel zurückzahlt, erhält das Amt für Bürgerdienste – Wohnen hierüber eine Mitteilung der Investitionsbank Berlin (IBB). Das Amt für Bürgerdienste – Wohnen, teilt dem Eigentümer dann mit, ab wann die Wohnung nicht mehr als öffentlich gefördert gilt.
  • Benennung von Bewerbern für Arbeitgeberdarlehns-Wohnungen in Berlin.
    Die sogenannten AGD-Wohnungen sind (wegen der Art ihrer Finanzierung) vorrangig für Mitarbeiter im öffentlichen Dienst vorgesehen, insbesondere für räumungspflichtige Dienstwohnungsinhaber. Wird eine solche Wohnung frei, benennt das Amt für Bürgerdienste – Wohnen, dem Vermieter einen bei ihm registrierten, für die Art und Größe der Wohnung passenden Bewerber. Gibt es keinen geeigneten Bewerber, stellt das Amt für Bürgerdienste – Wohnen, die Wohnung in der Regel zur Nutzung durch andere Wohnungssuchende frei.
  • Auskünfte und Berechnungen zum Mietspiegel.
    Anhand des Berliner Mietspiegel 2013Externer Link erteilt das Amt für Bürgerdienste – Wohnen auch Auskünfte zum “Mietspiegel”: Andere oder weitergehende Beratungen zu mietrechtlichen Themen können nicht angeboten werden, da es sich beim Mietrecht um Privatrecht handelt.
  • Erteilung von Befreiungen von der Heizkostenverordnung.
    Nach der HeizkostenverordnungExterner Link hat der Gebäudeeigentümer den anteiligen Verbrauch der Nutzer an Wärme und Warmwasser zu erfassen. Er hat dazu die Räume mit Ausstattungen zur Verbrauchserfassung zu versehen. Beim Amt für Bürgerdienste – Wohnen kann er z.B. unter Vorlage eines Gutachtens eine Befreiung von der Pflicht zur Verbrauchserfassung beantragen, u.a. dann, wenn das Anbringen der Ausstattung zur Verbrauchserfassung, die Erfassung des Wärmeverbrauchs oder die Verteilung der Kosten des Wärmeverbrauchs nicht oder nur mit unverhältnismäßig hohen Kosten möglich ist.

Maßgebliche Rechtsgrundlagen für Antragsverfahren und die Arbeit im Bereich Wohnberechtigung / Wohnungsbindung sind das