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Weidelandschaft ehemals Parks Range - Ziel Naturschutz!

Pressemitteilung Nr. 153 vom 16.03.2015

In Parks Range ist in den letzten 20 Jahren nach dem Abzug der Alliierten eine einmalige Naturlandschaft durch gezielte Beweidung entstanden. Alle Fachgutachter und der Berliner Sachverständigenrat für Naturschutz, haben dies in den letzten Jahren bestätigt. Der Wert der Fläche wird auch daran sichtbar, dass der Investor absehbar nur einen kleinen Teil der Fläche bebauen darf.

Um diese einmalige Naturlandschaft zu schaffen wurden Pferde – sehr stark vereinfacht – als „lebende Wiesenmäher“ eingesetzt. Die Reitgemeinschaft Holderhof teilt sich in Selbsthilfe die Kosten und die Arbeit mit den Pferden. Geld ist damit nicht zu verdienen. Vielmehr fußt das ganze Naturschutz-Projekt auf ehrenamtlichem Engagement, für das Frau Anne Loba die Bezirksmedallie und den Umweltpreis des BUND erhalten hat

Das Bezirksamt hat den Wert dieser Fläche frühzeitig erkannt und mitgeholfen, dass Frau Loba und die Reitgemeinschaft dieses Projekt fortführen können – auch nach der Übernahme des Grundstücks durch die Groth-Gruppe. Dies hat die Groth-Gruppe unter Vermittlung des Bezirksamts 2013 Frau Loba vertraglich gestattet – auf die künftige „Grüne Mitte“ reduziert und mit weniger Pferden.

Das Naturschutzrecht verbietet zwar dem Eigentümer bestimmte Biotope und Tier-Arten zu schädigen, es gibt aber keine gesetzliche Pflicht für den Eigentümer diese Naturschätze zu erhalten. Dies ist gesetzliche Aufgabe des Bezirks – auch auf privaten Flächen. Davon unabhängig muss der Eigentümer den Ausgleich von Naturschäden finanzieren, sobald das Bauvorhaben konkrete Gestalt annimmt.

Das Bezirksamt hat als Zwischenlösung zum Erhalt der Qualität der Flächen Frau Loba als Halbtags-Mitarbeiterin zur Koordination der Pflege befristet eingestellt und dies mit dem Eigentümer geklärt. Die Pferde, Frau Loba und die Reitgemeinschaft pflegen weiter ehrenamtlich die wertvolle Natur dort.

Umweltbezirksstadträtin Christa Markl-Vieto: „Die in der Presse dazu erhobenen Vorwürfe treffen nicht zu. Der Bezirk steht in der rechtlichen und politischen Pflicht, alles in seiner Kraft stehende zu tun, um diese Fläche zu schützen und zu erhalten und hat dafür eine sehr wirtschaftliche Lösung gefunden. Wer etwas anderes will, soll dies klar zu erkennen geben.“

„Angesichts der langjährigen, spezifischen Fach- und Geländekenntnisse haben wir uns entschieden, Frau Loba damit zu beauftragen. Sie erfüllt die Aufgaben auf Weisung des Umwelt- und Naturschutzamtes. Ein Konflikt mit privatwirtschaftlichen Interessen ist damit ausgeschlossen.“

Der Umweltausschuss wurde am 15.01.15 und die Presse mit der Pressemitteilung vom 28.01.15 informiert.

Nähere Information zum Projekt unter dem Kurzlink www.lisued.de.