Verleihung des Verdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland durch Bezirksbürgermeister Norbert Kopp am 08.11.2012

Pressemitteilung vom 07.11.2012

Am Donnerstag, dem 08.11.2012, wird Bezirksbürgermeister Norbert Kopp Frau Karin Lau das von Bundespräsident Joachim Gauck verliehene Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland überreichen. Die Übergabe findet an diesem Tag um 15.00 Uhr im Gutshaus Steglitz, Schloßstr. 48, 12165 Berlin, statt.

Frau Lau engagierte sich neben ihrer beruflichen Tätigkeit als – inzwischen in den Ruhestand getretene – Oberschulrätin beim Wissenschaftlichen Landesprüfungsamt seit mehr als 20 Jahren ehrenamtlich auf verschiedenen Gebieten. Ihre Tätigkeit beim Aufbau und derzeitige Vorsitzende der Bürgerstiftung Steglitz-Zehlendorf ist besonders hervorzuheben. Die Bürgerstiftung unterstützt Aktivitäten von Kindertagesstätten, Schulen, Schulstationen und Jugendfreizeiteinrichtungen, wobei der Fokus auf der besonderen Unterstützung behinderter oder gesellschaftlich benachteiligter Kinder und Jugendlicher liegt.

Durch regelmäßige Benefizkonzerte und weitere Veranstaltungen gelingt es Frau Lau, Mittel zu beschaffen, die vorrangig zugunsten von Schulen und Jugendeinrichtungen verwendet werden und dort zu einer besseren musikalischen Ausstattung beitragen. Hier seien die finanziellen und materiellen Zuwendungen an die Peter-Frankenfeld-Schule, an die Ludwig-Bechstein-Grundschule oder an die Biesalski-Schule als Beispiele zu erwähnen. Neben der musikalischen und kulturellen Bildung sind der Umweltgedanke und der Sport – und hier ganz besonders der Gedanke der Inklusion – weitere Schwerpunkte der Bürgerstiftung Steglitz-Zehlendorf. Frau Lau ist als Vorsitzende der Stiftung sowohl bei der Mittelbeschaffung wie auch bei der Betreuung der Projekte unermüdlich und zum Wohle aller tätig.

Ferner engagierte sich Frau Lau über viele Jahre als 2. Vorsitzende im Vorstand des Trägervereins des Hauses am Waldsee. Ziel ist es, den Betrieb des 2004 vom Bezirks Steglitz-Zehlendorf übernommenen Hauses durch die Anwerbung fester Partner, Mäzene und Sponsoren zu sichern, damit das Haus weiterhin als international angesehener Ort für Gegenwartskunst arbeiten kann. Darüber hinaus ist Frau Lau seit vielen Jahren im Vorstand des Fördervereins “Freunde der katholischen Kirche St. Michael in Wannsee”.

Des Weiteren kann Frau Lau auf ein langjähriges ehrenamtliches politisches Engagement zurückblicken. Von 1995 bis 2011 war sie – mit einer kurzen Unterbrechung – Bezirksverordnete der Bezirksverordnetenversammlung Zehlendorf (nach der Bezirksfusion BVV Steglitz-Zehlendorf von Berlin). In dieser Zeit nahm sie, u. a. als Fraktionsvorsitzende, zahlreiche Funktionen in der SPD-Fraktion und in der Bezirksverordnetenversammlung als Mitglied in einer Reihe von Ausschüssen wahr. Sie setzte sich mit großer Sachkunde und Engagement für den Bezirk und seine Bürger ein.

Um das Wohl des Bezirks ging es ihr auch als Gründungsmitglied des Förderkreises Tourismus Berlin-Südwest im Jahr 2007. Hier war es das erklärte Ziel, die Attraktionen des Bezirks über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt zu machen und so die Touristenströme auch in den Südwesten zu locken. Längst nicht alle Aktivitäten in Vereinen und Initiativen können hier genannt werden. Seit dem letzten Jahr nun ist Frau Lau Vorsitzende der bezirklichen Seniorenvertretung und als solche auch Mitglied der Landesseniorenvertretung. Dort wurde sie einstimmig als stellvertretende Landesvorsitzende gewählt – angesichts der großen gesellschaftlichen Herausforderungen wichtige Aufgaben und, wie sie selbst betont, eine erneute Herausforderung.

In den 1980er Jahren verfasste sie gemeinsam mit ihrem Ehemann für den Berliner Tagesspiegel eine Reihe von Artikeln über Tagesausflüge in die Umgebung Berlins. Ferner arbeiteten sie an dem 1988 im Westermann-Verlag erschienenen „Lexikon Deutschland. Teil DDR und Berlin“ mit und verfasste 1990/91 ebenfalls mit ihrem Ehemann eine zweibändige Dokumentation zur Wiedervereinigung Deutschlands.

Frau Karin Lau beweist, dass Mitmenschlichkeit und soziales Engagement eine Brücke bilden können, die tragfähig ist und die vielen benachteiligten Kindern, Jugendlichen und Mitbürgern den Weg weist zu einer Gesellschaft mit mehr Chancengleichheit und Demokratie. Diese Gründe führten dazu, dass ihr das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen wird.