Anna und Susanne Schädlich präsentieren „Ein Spaziergang war es nicht. Kindheiten zwischen Ost und West“. Lesung und Gespräch in der Ingeborg-Drewitz-Bibliothek am 15.10.2012

Pressemitteilung vom 12.09.2012

Als Künstler, Schriftsteller und Dissidenten zusammen mit ihren Familien in den 1970er- und 1980er-Jahren die DDR verlassen mussten, blieb vieles zurück: vertraute Gesichter, vertraute Orte, ganze Familiengeschichten. Auch Susanne und Anna Schädlich wurden in jungen Jahren aus ihrem gewohnten Leben herausgerissen und mussten im Westen neu anfangen: Susanne Schädlich war zwölf, ihre Schwester Anna vier, als sie zusammen mit ihren Eltern, dem Schriftsteller Hans Joachim Schädlich und dessen Frau, 1977 das Land verlassen mussten, das ihre Heimat war. Wie ihnen erging es vielen anderen, deren Familien damals denselben Weg gingen, zwangsweise oder aus eigenem Antrieb. Was weiter war, darüber ist vor allem geschwiegen worden – bis jetzt.

In ihrem Buch haben die beiden Herausgeberinnen eindringliche und eindrucksvolle Berichte von dem zentralen Bruch im Leben zusammengestellt, mit denen Autoren wie Julia und Cornelia Franck, Johannes Honigmann, Moritz Kirsch, Jakob und Benjamin Schlesinger und viele andere hier erstmals an die Öffentlichkeit treten und eine Fülle von unterschiedlichsten Lebenseinblicken präsentieren. Ein faszinierendes Buch zu einem bislang noch nicht thematisierten Aspekt deutsch-deutscher Geschichte. Termin: Montag, 15. Oktober 2012, um 19.00 Uhr Eintritt: frei
Ort: Ingeborg-Drewitz-Bibliothek, Grunewaldstr. 3, 12165 Berlin-Steglitz
Veranstalter: Stadtbibliothek Steglitz-Zehlendorf in Zuammenarbeit mit dem Bildungswerk Berlin der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.
Information: (030) 90299-2410