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Ehrung für Hanna-Renate Laurien - Enthüllung der Gedenktafel in der Hildburghauser Str. 131

Gedenktafel für Hanna-Renate Laurien
Bild: Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf

Fünf Jahre nach der Benennung des Lankwitzer Rathausvorplatzes in „Hanna-Renate-Laurien-Platz“ steht die ehemalige Berliner Schulsenatorin und Präsidentin des ersten Gesamtberliner Abgeordnetenhauses erneut im Mittelpunkt:

Ihr zu Ehren enthüllte Bezirksbürgermeisterin Cerstin Richter-Kotowski am 21. August 2021 in der Hildburghauser Straße 131, 12209 Berlin, eine Gedenktafel.

Während ihres Studiums der Germanistik, Anglistik und Philosophie lebte Hanna-Renate Laurien zwei Jahre lang in dem Wohnhaus, dessen Außenwand nun eine hochwertige Tafel aus der Produktion der historischen Königlich-Preußischen Porzellanmanufaktur (KPM) ziert. Damit gibt es einen zweiten Gedenkort für die umtriebige Politikerin im Bezirk Steglitz-Zehlendorf.

Bildvergrößerung: Bezirksbürgermeisterin Richter-Kotowski bei der Enthüllung der Gedenktafel für Hanna-Renate Laurien
Bild: Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf

„Hanna Granata“ nannte man sie aufgrund ihrer Schlagfertigkeit, ihrer glänzenden Rhetorik und ihrem oftmals resoluten Auftreten. Geschätzt, respektiert und geachtet wurde sie über Parteigrenzen hinweg, ihr Wort als profilierte Bildungspolitikerin hatte Gewicht. Richtschnur ihres politischen Handelns und persönlicher Anker war der katholische Glaube. Seit Anfang der 1980er Jahre engagierte sie sich in ihrer Pfarrgemeinde „Mater Dolorosa“ in Lankwitz, wobei ihr die ökumenische Verbundenheit mit der evangelischen Nachbargemeinde „Dietrich Bonhoeffer“ am Herzen lag. Als Schul- und Jugendsenatorin diente sie 1981 bis 1989 den Regierenden Bürgermeistern Richard von Weizsäcker und Eberhard Diepgen. Als bislang einzige Frau überhaupt stand sie von 1991 bis 1995 dem Abgeordnetenhaus als umsichtige Präsidentin vor.

Zur Ehrung erklärte Bezirksbürgermeisterin Cerstin Richter-Kotowski:

Hanna-Renate Laurien war eine meiner politischen Weggefährtinnen, die mir als junge Politikerin immer Vorbild war. Durch sie habe ich gelernt, wie wichtig ein klares Wertefundament zur Durchsetzung politischer Ziele ist. Ihren politischen Kontrahenten hat sie einiges abverlangt, aber an Fairness hat es ihr nie gemangelt. Über Jahrzehnte war sie eine unserer Mitbürgerinnen in Steglitz-Zehlendorf. Ich freue mich sehr, dass wir mit der Gedenktafel am Wohnhaus Hildburghauser Straße 131 einen zweiten Gedenkort für sie einweihen durften. Er wird ihrer Bedeutung nicht nur für unseren Bezirk gerecht, sondern für das ganze wiedervereinigte Berlin.