Drucksache - 0874/XX  

 
 
Betreff: Einführung von Schulkleidung
Status:öffentlich  
 Ursprungaktuell
Initiator:AfDSchule und Inklusion
Verfasser:Unger 
Drucksache-Art:AntragBeschlussempfehlung
Beratungsfolge:
Bezirksverordnetenversammlung Entscheidung
04.07.2018 
Öffentliche Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Spandau von Berlin überwiesen   
Schule und Inklusion Vorberatung
19.12.2018 
Öffentliche Sitzung des Ausschusses für Schule und Inklusion      
22.05.2019 
Öffentliche Sitzung des Ausschusses für Schule und Inklusion im Ausschuss abgelehnt     
Bezirksverordnetenversammlung Entscheidung
05.06.2019 
Öffentliche/nichtöffentliche Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Spandau von Berlin      

Sachverhalt
Anlage/n
Anlagen:
Antrag AfD vom 24.05.2018
2. Version vom 23.05.2019

Der Antrag wird abgelehnt.

 

2 Gegenstimmen

 

2 Bezv. der Fraktion der AfD,

1 Bgd. auf Vorschlag der Fraktion der AfD

 


Begründung:

 

Eine INSA-Umfrage vom März 2017 zum Thema Schulkleidung hat ergeben, dass sich 42% der befragten Berliner klar für die Einführung von Schulkleidung aussprechen. Aus den Umfrageergebnissen geht hervor, dass 81% der Befragten, die Schulkleidung befürworten, in deren Einführung vor allem den Vorteil beim Abbau sozialer Ungleichheiten sehen.

Etwa drei Viertel der Befragten (74%) nennen den Abbau von Konkurrenzverhalten unter Schülern als Grund für ihre Zustimmung. Mehr als die Hälfte meint, ein besseres Sozialklima (55%) und ein gestärktes Gemeinschaftsgefühl (52%) sprechen für die Einführung von Schulkleidung.

Schulkleidung schützt Schüler vor sozialer Diskriminierung, vor Abwertung untereinander und modisch bedingtem Konkurrenzverhalten, Stichwort „Markenklamotten“. Gleichzeitig wird durch das Tragen einheitlicher Kleidung ein besseres Sozialklima erzeugt, welches das Zusammengehörigkeitsgefühl in der Schulgemeinschaft und die Identifikation mit der Schule stärkt, in der Umfrage auch als „Wir-Gefühl“ bezeichnet. Die Erfahrungen, die seit langem an privaten und staatlichen Schulen mit Schulkleidung gemacht werden, bestätigen dies.

Exemplarisch steht hier die Brandenburger Max Dortu Grundschule, die seit der Einführung ihrer Schulkleidung klare Verbesserungen hinsichtlich des Zusammengehörigkeitsgefühls, der Identifikation mit der Schule und der Integration verzeichnet. Auch international ist Schulkleidung eine Erfolgsgeschichte: In Großbritannien ist sie ein weltberühmtes Markenzeichen des englischen Schulwesens und erfüllt auch dort den Zweck, die Beziehung der Schüler zueinander und zu ihrer Schule zu stärken und soziale Barrieren zu überwinden.

Der häufig vorgebrachte Einwand, dass soziale Ausgrenzung durch Schulkleidung nicht gänzlich verhindert werden könne, ändert nichts an der Tatsache, dass Kleidung einen der größten Faktoren hinsichtlich sozialer Ausgrenzung im Schulalltag darstellt. Wissenschaftler der US-amerikanischen Universitäten von Houston und Nevada haben durch wissenschaftliche Studien („Dressed for Success: Do School Uniforms Improve Student Behavior, Attendance and Achievement?“, 2010. „Uniforms in the Middle School: Student opinions, Discipline Data and School Police Data", 2013.) belegt, dass Schuluniformen das soziale Klima, das Zusammengehörigkeitsgefühl und sogar die schulischen Leistungen der Schüler positiv beeinflussen.

Um sowohl diese Effekte als auch die Akzeptanz der Idee von Schulkleidung bei den Schülern zu befördern, fordert die AfD-Fraktion zudem, die Schüler an der Gestaltung der zukünftigen Schulkleidung ihrer jeweiligen Schulen zu beteiligen.

 
 

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