Mit legaler Streetart die Stadt verschönern

https%3A%2F%2Fwww.berlin.de%2Fba-spandau%2Fbuergerhaushalt%2Fnode%2F1923
Vorschlags-Nr: 
2020-0009
Art des Vorschlages: 
Ausgabevorschlag
Haushaltsjahr: 
2020
Stand der Umsetzung: 
erledigt
Ortsteil: 
Wilhelmstadt
Themen: 

Das ist mein Vorschlag:

In meiner Nachbarschaft gibt es einige hässliche "Frust-Graffities", die auch nach Jahren leider niemand entfernt. Es würde die Umgebung sehr aufwerten, wenn die Schmierereien von Streetart-Künstlern übermalt würden.

Basis-Daten

Meine Begründung für diesen Vorschlag: 

Sehr schöne Streetart-Graffiti kann man z.B. in der Metzer Straße sehen. Diese Flächen bleiben von neuen Schmierereien verschont. Das wäre das Vorbild.
Hier gibt es Schmierereien (Fotos):
Götelstraße 118, an der langen Hauswand der Firma Glass Bau
Götelstraße 136 am Stromkasten
Havelradweg, Unterführung Schulenburgbrücke
Ich schlage vor, dass das Bezirksamt mit den Eigentümern spricht, um das Einverständnis zu bekommen. Außerdem müssten Gelder bereit gestellt werden, um Künstler mit der Gestaltung zu beauftragen. Bestimmt kennen viele Spandauer weitere Orte, die man so optisch aufwerten könnte.

schön bunt
Streetart Metzer Str. - das Vorbildschön bunt
Weitere Bilder: 
Schmierereien in der Götelstr.
Schmierereien in der Götelstr.
Schmierereien in der Götelstr.
Schmierereien in der Götelstr.
Schmierereien Schulenburgbrücke
Schmierereien Schulenburgbrücke
Streetart Metzer Str. - das Vorbild
Streetart Metzer Str. - das Vorbild
Streetart bei Rossmann - sehr schön
Streetart bei Rossmann - sehr schön

Stellungnahmen

Abteilung Bauen, Planen und Gesundheit - 24. April 2019 - 7:18

Der Vorschlag, das Wohnumfeld durch Graffitis von Streetart-Künstlern aufzuwerten, wird grundsätzlich begrüßt.

Die von dem Bürger aufgezeigten Positiv- und Negativbeispiele befinden sich alle innerhalb des Sanierungs- und Fördergebietes Spandau Wilhelmstadt.

Die hier als Vorbild dargestellten Beispiele von Graffitis wurden alle anteilig durch öffentliche Mittel gefördert. So wurden die Malereien an den beiden privaten Gebäuden in der Metzer Straße im sogenannten „Gebietsfonds“ gefördert. Der Gebietsfonds unterstützt private Projekte, die die Funktion und Attraktivität der Geschäftsstraßen stärken. Eine Förderung erfolgt auf Antrag privater Eigentümer, die neben der Förderung auch einen finanziellen Eigenanteil erbringen müssen. Ob ein Antrag in die Förderung aufgenommen wird, entscheidet – nach Vorprüfung der grundsätzlichen Förderfähigkeit eines Projektes durch das Stadtentwicklungsamt, Fachbereich Stadtplanung, als Fördergeber - eine Jury mit lokalen Akteuren.

Bei der von dem Bürger genannten Hauswand in der Götelstr. 118 handelt es sich um ein privates Grundstück bzw. ein privates Gebäude. Sofern der Eigentümer mit einem entsprechenden Antrag auf Förderung im Rahmen des Gebietsfonds für eine Bemalung durch Streetart-Künstler stellen würde, bestünde vorbehaltlich der Vorprüfung im Fachbereich Stadtplanung und der Juryentscheidung grundsätzlich die Möglichkeit einer finanziellen Unterstützung.

Bei dem weiteren Standort einer „Schmiererei“ in der Götelstraße handelt es sich nach meinem Kenntnisstand um einen Strom-Kontrollbunker der Fa. VATTENFALL. Die Zuständigkeit liegt hier insofern nicht beim Bezirksamt. Hier könnte ggf. entsprechend anderer Fallbeispiele, bei denen Künstler im Einvernehmen mit VATTENFALL eine Gestaltung solcher Objekte vorgenommen haben, verfahren werden. Künstler könnten mit ihrem Anliegen einer Gestaltung an VATTENFALL herantreten. Personelle Kapazitäten zur Unterstützung eines solchen Prozesses sind derzeit im Fachbereich Stadtplanung nicht vorhanden.

Hinsichtlich des weiteren Beispiels, der „Schmiererei“ am Brückenbauwerk der Schulenburgbrücke, ist anzumerken, dass auch hier die Zuständigkeit für die Brücke nicht beim Bezirksamt, sondern bei der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, Abteilung V, liegt. Personelle Kapazitäten um im Sinne einer künstlerischen Gestaltung des Widerlagers an die Senatsverwaltung heranzutreten, sind derzeit im Fachbereich Stadtplanung nicht vorhanden.

Kommentare

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Umsetzungs-Daten

Stand der Umsetzung: 
erledigt
Abschlussvermerk: 

Im Bereich der Wilhelmstadt besteht die Möglichkeit, Streetart-Graffiti durch Fördermittel aus dem Gebietsfond zu unterstützen. Den Antrag müsste der Hauseigentümer stellen (vgl. Stellungnahme des Stadtentwicklungsamtes). Brückenbauwerke sind nicht in der Zuständigkeit des Bezirksamtes, sondern werden von der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, Abt. V verwaltet.