Eine Sport- und Freizeitstätte für alle Generationen

https%3A%2F%2Fwww.berlin.de%2Fba-spandau%2Fbuergerhaushalt%2Fnode%2F1720
Vorschlags-Nr: 
2019-0002
Art des Vorschlages: 
Ausgabevorschlag
Haushaltsjahr: 
2019
Stand der Umsetzung: 
abgelehnt abgelehnt
Ortsteil: 
Ortsteilübergreifend
Themen: 

Das ist mein Vorschlag:

Auch in Spandau entstehen immer mehr Wohnungen. Ist dabei ausreichend an die Freizeitgestaltung gedacht worden?
In einer Sport- und Freizeitstätte, die an 365 Tagen im Jahr, 24 Stunden täglich, genutzt werden könnte, hätten alle Generationen die Möglichkeit, gemeinsam ihre Freizeit zu verbringen.

Basis-Daten

Meine Begründung für diesen Vorschlag: 

Eltern sind berufstätig oder alleinerziehend. Wer kümmert sich um ihre Kids?
Sie sitzen vielleicht allein zu Hause und vertreiben sich die Zeit in sozialen Netzwerken. Ältere sitzen allein zu Hause und vereinsamen.

Alle Generationen treffen sich in der Sport- und Freizeitstätte, im Springpark Spandau. Dort können sie gemeinsam Mittagessen, SchülerInnen erledigen ihre Hausaufgaben und erhalten Unterstützung von Älteren.
Sportmöglichkeiten:
Tanz, Gymnastik für alle Altersgruppen, Entspannungstraining
Trampolinturnen, Akrobatik und Show, Kinderturnen
Night-Sports
Fitness
Ferienangebote mit Pool und Baby-Schwimmen

Aber auch über den Sport hinaus gehende Angebote sind im Springpark vorgesehen:
Hausaufgabenbetreuung/ Nachhilfe
Unterbringungsmöglichkeiten für Gruppen
Gemeinsames Kochen
Workshops und Trainingslager

Die Gemeinsamkeit aller Generationen im Springpark erfordert Disziplin, Akzeptanz, Wertschätzung, Sozialverhalten, Respekt. Eigenschaften, die im Leben weiterhelfen.
Das alles soll im Springpark gelebt werden.

Wir sind Trainer, die jahrzehntelange Erfahrungen im Kinder- und Jugendturnen haben und können bestätigen, dass Sport nicht nur bewegt, sondern auch bildet. Denn bisher haben alle Kids, die bei uns mehrere Jahre trainierten, eine bessere Schulausbildung als prognostiziert absolviert oder sie schlossen die Schule mit dem Abitur ab. Einige haben einen soliden Ausbildungsplatz, wie beispielsweise bei der Berliner Polizei bekommen und sind damit ein wichtiger Teil unserer Gesellschaft.
Andere standen auf der Bühne im Stage-Theater am Potsdamer Platz beim Musical zum Gedenken an den im Oktober 2012 getöteten Jonny K. auf dem Alexander Platz oder haben ein Engagement bei Stage-Entertainment und tanzen gegenwärtig im Ensemble bei „Tanz der Vampire“.

Die rund 50 Kids, die wir derzeit in einem Sportverein trainieren, wünschen sich den Springpark, mit den vielen Möglichkeiten, die in einer normalen Schulturnhalle nicht realisiert werden können. Mit dem Springpark könnten vielmehr Mitglieder ein solches Freizeit- und Sportangebot erhalten, wie wir es oben beschrieben haben.

Spandau braucht innovative Ideen, um nicht an den Rand der Gesellschaft zu rutschen. Der Springpark könnte dazu beitragen, in Spandau wieder zu einer höheren Lebensqualität zu gelangen.

Trampolinsprung
SpringparkTrampolinsprung
Weitere Bilder: 
Outdoorbereich Turnhof Aarhus/ Dänemark
Outdoorbereich Turnhof Aarhus/ Dänemark
Pool Turnhof Aarhus/ Dänemark
Pool Turnhof Aarhus/ Dänemark
 Trainingshalle mit Schnitzelgrube Aarhus/ DK
Trainingshalle mit Schnitzelgrube Aarhus/ DK Trainingshalle mit Schnitzelgrube Aarhus/ DK
Show im Bärensaal Stadthaus Berlin-Mitte
Show im Bärensaal Stadthaus Berlin-Mitte
Sport bewegt und bildet
Sport bewegt und bildet
Schulabgänger in Berlin 2016/ 2017
Schulabgänger in Berlin 2016/ 2017

Stellungnahmen

Abteilung Bürgerdienste, Ordnung und Jugend - 29. März 2018 - 6:35

Jugendamt vom 22.03.2018:

Die Idee einer generationenübergreifenden Sport- und Freizeitstätte in Form eines Springparks ist grundsätzlich zu begrüßen.

Die Jugendförderung verfügt mit dem Bauspielplatz Pionierstraße über eine Einrichtung, die von Kindern, jüngeren Jugendlichen, deren Eltern, Menschen mit Behinderungen und Senioren besucht und wertgeschätzt wird. Das Miteinander der Generationen war an diesem Ort mit einem zentralen Fokus auf Kinder bis dato nie ein Problem. Außerhalb der Regelöffnungszeit für Kinder und Familien wurde der BSP in der Vergangenheit durch Senioren im Rahmen eines Trampolinsportprojektes genutzt.

Für Sport- und Bewegungsangebote besteht im Bezirk sicher ein Bedarf, der sich auch in dem aktuell in der Erstellung befindlichen „Konzept Bewegungsförderung Spandau“ der Abt. Bauwesen und Gesundheit, QPK 1, Koordination Prävention und Gesundheitsförderung, abbildet.

Eine derartige Einrichtung, die über sportorientierte Angebote hinaus auch schulergänzende, pädagogische und kulturelle Angebote aufweist, muss eine entsprechende Größe aufweisen, über ein angemessen großes Außengelände verfügen und eine geeignete Sporthalle für die Angebote im Winter/bei schlechtem Wetter. Dazu kämen diverse Gruppenräume, ggf. wie im Vorschlag benannt Übernachtungsräume und eine hinreichend dimensionierte Küche mit angeschlossenem Café. Grundstück, Gebäude und Sporthalle müssen also ausreichend groß sein.
Aus Sicht des Jugendamtes wäre, wahrscheinlich sogar ohne Grundstückskosten, ein zweistelliger Millionenbetrag zur Errichtung und Ausstattung notwendig.

Da der Bürgerhaushalt Spandau kein abgegrenztes Budget aufweist sondern aus dem laufenden Haushalt zu bestreiten ist, wäre eine Einstellung in die bezirkliche Investitionsplanung unabdingbar.
Für den Regelbetrieb einer solchen Einrichtung würde Verwaltungspersonal, pädagogisches Personal und Trainer, ggf. auch ein Hausmeister und Küchenpersonal benötigt. Hier wären meines Erachtens mindestens acht Vollzeitstellen anzusetzen.

Für den Betrieb mit Adressaten verschiedener Abteilungen (Ges, Soz, Jug, ggf. Schule) müsste eine abteilungsübergreifende Finanzierung erfolgen und vorab eine Verständigung, welcher Abteilung die Gesamtkoordination zugeordnet wird.   

In der Gesamtschau wäre eine derartige Einrichtung uneingeschränkt zu begrüßen, die Abstimmungsbedarfe und vor allem die Kosten lassen den Vorschlag aber unrealistisch erscheinen.

Kommentare

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Das ist eine wirklich tolle Idee. Alle, die von dieser Idee hören oder sich damit eingehender beschäftigen, sind begeistert. Was ist nur mit all‘ den Leuten, die es möglicherweise mal nutzen können, aber davon noch gar nichts wissen! Wie viele Kinder, Eltern, Senioren werden irgendwann sagen, dieses Haus hat mein Leben beeinflusst, bereichert, geprägt.

Die Idee mit dem Springpark unterstütze ich voll. Trampolinspringen wird immer beliebter. Aber nicht jede Familie kann sich das leisten. In einem Springpark wird das bezahlbar sein, die Betreuung ist dort qualifizierter und es gibt Anleitung. Daran harpert es bei vielen Freizeizangeboten. Ich habe 2 Kinder, welche Akrobatik als Sport im Verein ausführen. Dort konnte eine Tochter nebenbei eine Reckübung trainieren, weil dafür im Sportunterricht viel zu wenig Zeit war. Am Ende hat sie eine 1+ bekommen, dank der super Betreuung durch eine Trainerin, welche selber in jungen Jahren geturnt hat. Ich bin auch davon überzeugt, dass so ein Springpark das Aushängeschild für Spandau werden kann. Das gibt es in ganz Berlin nicht. Über alle Altersgrenzen und Bevölkerungsschichten hinweg und was für eine Integrationsmöglichkeit. Sport verbindet - egal welche Nationalität und Sprache. Nutzen wir diese einmalige Chance!

Der Springpark Spandau ist ein langfristig gewachsenes Konzept, welches mir trotz jahrzehntelanger ehrenamtlicher und hauptamtlicher Sport- und Jugendarbeit in Spandau so noch kein zweites mal begegnet ist.
Die Kombination von hochwertiger Sportstätte mit hochwertigem Trainingsangebot, offener Begegnungsstätte für alle Generationen, möglichst vielfältiger und durchgehender Angebotsstruktur "Rund-um-die-Uhr" vereint alles, was benötigt wird und diese Idee zum Erfolg zu führen.
Gerade das Konzept, sich nicht auf offene Jugendarbeit, Generationenhaus, Schülerhilfe, Lesepaten, Lückekinder oder Sport- und Trainingszentrum zu beschränken, bietet umfangrreiche Chancen für alle. Hier entsteht neben einem Angebot des Willkommens und Versorgens auch eines des Aufforderns und Förderns. Heranführen und Mitmachen bei Regelmäßigkeit, Teamfähigkeit und Verantwortung für und innerhalb der Gruppe wäre genauso Bestandteil wie der Lohn durch Bestätigung und letztendlich dem "Ernten" des Applauses. Selbstbewusstsein fördern, Teamfähigkeit stärken. Ein immer aktuelles Thema.
Gelernt werden kann hier von und aus den Lebensläufen der Generationen.
Hier sind Leute am Werk, die für jahrzehntelange kontinuierliche Jugendarbeit und Ehrenamtsförderung stehen und dadurch schon jetzt generationenübergreifende ehemals Aktive zur ehrenamtlichen Unterstützung ihrer Begegnungsstätte vorweisen können.
Eine tolle Idee für Spandau und Leute mit dem Mut zur Umsetzung.
Das wäre mal was.

Ich finde das eine super Idee, und es wäre toll, wenn das umgesetzt wird und ein Springpark in Spandau entsteht !

Schon als Kind habe ich immer von einer solchen Sportstätte geträumt! Als ich mit meinem Verein einmal in Dänemark in einem Trainingscamp war...hatten wir genau solche einzigartigen Trainingsmöglichkeiten- und es war ein unvergessliches Erlebnis.
Sicherlich gibt es Schwimmhallen, Fitnessstudios (ohne Ende), Tanzschulen, etc. ... Aber wo gibt es einen Ort, der all diese Gebiete so prima vereinen würde, wie die hier vorgeschlagene Sportstätte? Und das mitten im Zentrum von Spandau. Wo so viele Schulen auch nah dran liegen würden und die Kids/ Teens nach der Schule nicht mal mehr einen langen Weg zu ihrer Freizeitbeschäftigung brauchen würden.

Ich bin in Spandau aufgewachsen und zur Schule gegangen. Nach der Schule ein solches Freizeitangebot genießen zu können, wie es hier beschrieben ist, wäre ein Traum gewesen. Auch wenn dieser für mich als "Schülerin" nun nicht mehr rechtzeitig erfüllt werden konnte- würde ich mich dennoch so sehr darüber freuen, wenn die nächsten Generationen sich an einem solchen Angebot erfreuen könnten. Und ich würde es auch jetzt noch super begrüßen, da es ja Trainings- bzw. Kursangebote für Jung & Alt geben würde.

In der heutigen Zeit werden die Kinder und Jugendliche immer besessener von den sozialen Netzwerken...sprich ihren Laptops, Handys und Ipads... Wie schön wäre es, wenn man durch eine solche Trainingsstätte es wieder schafft, die Jugend (aber natürlich auch die Erwachsenen), mal von ihren Handys und aus dem Alltag wegzuholen? Es wäre ein neu auftanken an Kraft und positiver Energie. Ein Austausch mit anderen Menschen ohne dafür die Finger und einen Display zu benötigen. Es wäre für Kinder und Jugendliche, die aus Familien kommen, die sich nicht recht um sie kümmern- eine perfekte Möglichkeit aufgefangen zu werden und trotzdem Liebe & Gemeinschaft zu erfahren. Und evtl. auch eine Art zweites Zu Hause oder Rückzugsort, wenn sie sich sonst nirgends verstanden oder gut aufgehoben fühlen.

Ich finde diesen Vorschlag einfach nur großartig und hoffe, dass sich der Bezirk Spandau für die Umsetzung einsetzt und damit etwas Einzigartiges schafft. Etwas, was es so in Berlin nirgends zu finden gibt.

Ich selbst habe zwei Kinder, die Sport sehr gerne mögen und es ist wichtig, dass die Kinder weg vom TV und auch von der Straße geholt werden. Wir müssen an die Zukunft denken, die unseren Kindern gehört. Sie müssen gefördert und gefordert werden. Die Idee, Sport für Jung und Alt an einem Ort unterzubringen, ist klasse.
Ich finde diese Idee toll!!!

So ein Springpark ist eine tolle und innovative Idee für Spandau. Nirgendwo existiert so eine Einrichtung, wo Kinder und Erwachsene unter solchen Bedingungen trainieren können. Es ist richtig und wichtig, dass es einen Ort gibt, an dem Sportarten wie Turnen, Gymnastik und Tanz so trainiert werden können, dass man nicht, wie in Schulsporthallen nötig, immer den Kompromiss mit dem Schulsport und den Ballsportarten eingehen muss. Eine Spiegelwand ist eben für die o.g. Sportarten unerläßlich.
Eine Begegnungsstätte für Groß und Klein, in der sich nach Lust und Laune mit viel Platz ausgepowert werden kann ist das, was der Bezirk braucht.
Eine tolle Idee!!!

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Umsetzungs-Daten

Beschlussempfehlung der Ausschüsse der BVV: 

Jugendhilfeausschuss, Sitzung am 26.06.2018: Der Vorschlag wurde im JHA mit dem Verein ausgiebig besprochen. Die Idee wird absolut positiv bewertet, dennoch wird es wohl bedauerlicherweise nicht zu realisieren sein.
Der Vorsitzende stellt fest: Der JHA teilt dem Ausschuss für Haushalt, Personal, Rechnungsprüfung und Beauftragte mit, dass der Antragsteller vordergründig nach Räumen sucht. Im Ergebnis charakterisiert der JHA die Projekt-Idee eher als landesweites unterstützenswertes Modellprojekt, weswegen der JHA an dieser Stelle im Bezirk für die Umsetzung nicht zuständig ist.

Stand der Umsetzung: 
abgelehnt abgelehnt
Abschlussvermerk: 

Obwohl alle Gremien in der Bezirksverwaltung diesem Vorschlag absolut wohlwollend gegenüber stehen, läßt sich dieser Vorschlag aus Mitteln des Bezirkshaushaltes leider nicht realisieren, abgesehen von dem langen Planungsvorlauf aufgrund der Abstimmung mit allen beteiligten Dienststellen.