Gedenkstunde am Mahnmal Lindenufer / Sternbergpromenade in Spandau

Pressemitteilung vom 25.10.2018

Das Bezirksamt Spandau von Berlin richtet zum Gedenken an die Pogromnacht vom 9. zum 10.11.1938 auch in diesem Jahr eine Gedenkstunde mit Vertretern der Jüdischen Gemeinde zu Berlin aus. Diese Gedenkveranstaltung findet

am Sonntag, dem 11. November 2018
um 15.00 Uhr
am Mahnmal in der Grünanlage am Lindenufer / Sternbergpromenade
(Höhe Kammerstraße)

statt.

Neben Vertretern der Jüdischen Gemeinde zu Berlin werden wieder Vertreter aus Politik und Wirtschaft an dem Gedenken teilnehmen. Die inhaltliche Gestaltung der Gedenkveranstaltung hat der Ev. Kirchenkreis Spandau übernommen. Alle Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen ebenfalls an dieser Gedenkveranstaltung teilzunehmen.

Bezirksbürgermeister Kleebank hierzu: „Mit diesem Gedenken bezieht Spandau deutlich Stellung gegen den Antisemitismus. Gerade in der jetzigen Zeit ist es unerlässlich für Toleranz, Respekt und Menschenwürde einzustehen. Dies tun wir Spandauerinnen und Spandauer gemeinsam und setzen damit ein wichtiges Zeichen.“

Informationen zum Mahnmal am Lindenufer:
Das Mahnmal am Lindenufer wurde 1989 errichtet und erinnert an die Spandauer Synagoge. Sie stand am Lindenufer/Ecke Kammerstraße und wurde in der Pogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 durch Brandstiftung zerstört.
„Jeder Mensch hat einen Namen“ – unter diesem Motto wurde das Mahnmal 2012 um eine Namensmauer ergänzt. Die eingefügten Namenssteine erinnern an die während der Naziherrschaft deportierten und ermordeten Spandauer Bürgerinnen und Bürger jüdischer Herkunft. Das gesamte Mahnmal wurde nach Entwürfen von Ruth Golan-Zareh (1944-2012) und Kay Zareh errichtet.
Der Abschnitt des Uferweges an der Havel zwischen der Juliusturmbrücke und der Dischingerbrücke, an dem auch das Mahnmal liegt, trägt seit November 2014 den Namen „Stern-bergpromenade“ und erinnert damit an die Familie Sternberg, die fast zwei Jahrhunderte lang eine der prägendsten jüdischen Familien in Spandau war.