Spandau erhält bezirkliche Partnerschaft für Demokratie

Pressemitteilung vom 11.08.2017

Das Bezirksamt Spandau erhält bis Ende 2019 eine Förderung für die Einrichtung einer bezirksweiten „Partnerschaft für Demokratie“ aus dem Bundesprogramm „De-mokratie Leben“. In dieser Partnerschaft schließen sich Verantwortliche aus ver-schiedenen Ressorts der Bezirksverwaltung ebenso wie aktive Gruppen, Ehrenamt-ler und Fachkräfte zusammen. Gemeinsames Ziel ist eine lebendige und demokrati-sche Zivilgesellschaft in Spandau, in der die Vielfalt der Bewohner und Bewohnerinnen identitätsstiftend für alle ist.

Das Bezirksamt Spandau möchte so die bezirkliche Demokratieentwicklung stärken. Hierbei sollen vor allem nachhaltige Strukturen gegen Diskriminierung und Rechtsradikalismus weiterentwickelt werden und das Engagement und die Mitbestimmungsmöglichkeiten von Jugendlichen in Spandau gefördert werden.

„Knapp 30.000 Kinder und Jugendliche leben in Spandau und wollen gehört werden, wenn es um die Entwicklung unseres Gemeinwesens geht. Ob der Spielplatz von nebenan, das Engagement für eine kind- und jugendgerechte Infrastruktur oder der Blick von Kindern und Jugendlichen auf gesellschaftliche Veränderungen: Das Bezirksamt Spandau weiß um die Bedeutung der Förderung des frühzeitigen demokratischen Engagements. Mit der „Partnerschaft für Demokratie“ legen wir den Grundstein für ein bezirkliches Konzept für Jugendbeteiligung, das im Rahmen von Demokratiekonferenzen gemeinsam mit jungen Menschen aus Spandau erarbeitet und umgesetzt wird“, so Stephan Machulik, Bezirksstadtrat für Bürgerdienste, Ordnung und Jugend.

Das Bezirksamt reagiert damit auch auf eine Befragung von über 800 Spandauer Jugendlichen aus dem Jahr 2014, in dem sich Jugendliche mehrfach für mehr Mitbestimmungs- und geeignete Engagementmöglichkeiten ausgesprochen haben.

Gemeinsam mit der großen Anzahl an aktiven Initiativen in Spandau sollen für von Diskriminierung besonders betroffene Zielgruppen neue Empowerment-Projekte entstehen. Gleichzeitig will der Bezirk junge Menschen dazu ermutigen sich aktiv in die Bezirkspolitik einzumischen und ehrenamtliches Engagement fördern.

Hierzu wurde bereits ein jährlicher Jugendfonds in Höhe von 10000€ eingerichtet, welcher ausschließlich Projekte von Jugendlichen fördert. Auch über die Vergabe der Fördermittel entscheiden ausschließlich Jugendliche; so wird im September Spandaus erstes Jugend-Politik-Barcamp von Jugendlichen veranstaltet und gefördert. Zudem werden innovative Projekte gegen Diskriminierung, Rechtsradikalismus und zur Stärkung von Jugendbeteiligung durch lokale Vereine mit bis zu 15000€ pro Projekt gefördert.

Zur Begleitung der Umsetzung wurde eine bezirkliche Koordinierungs- und Fachstelle eingerichtet, welche den Prozess gemeinsam mit dem Bezirksamt begleitet. Weitere Informationen zur Projektförderung können unter pfd-spandau@stiftung-spi.de angefordert werden.