Bezirksbürgermeister Kleebank betroffen über Schändung von Stolpersteinen in der Spandauer Neustadt

Pressemitteilung vom 06.07.2015
Auch vier Tage nach der Schändung von drei Stolpersteinen, die zum Gedenken an die in Auschwitz ermordeten Zilka Salomon und deren Kinder Leonie und Gerhard verlegt wurden, konnten der oder die Täter noch nicht ermittelt werden.

Die Stolpersteine vor dem Haus Lutherstraße 13 waren nach Recherchen von Schülerinnen und Schülern des Oberstufenzentrums TIEM in Zusammenwirken mit der Jugendgeschichtswerkstatt Spandau erst am 29.06.2015 bei einer Gedenkstunde verlegt worden.

Nur wenige Tage später wurde einer der Stolpersteine entwendet und die beiden anderen gelockert.

Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank hierzu:
„Ich bin genau wie alle anderen Mitglieder des Spandauer Bezirksamtes tief betroffen über diese Tat. Die Stolpersteine sind sichtbare Zeichen überall in unserem Land, die an das Schicksal vieler Opfer der nationalsozialistischen Terrorherrschaft im täglichen Leben erinnern. Das nun gerade in Spandau eine solche Tat begangen wurde, ist schrecklich und nicht hinnehmbar. Aus meiner Sicht sollte dies für alle Spandauerinnen und Spandauer ein erneuter Anlass sein, klare Zeichen gegen Rassismus, Antisemitismus und Gewalt zu setzen, zum Beispiel mit einer eigenen Spende für einen weiteren Stolperstein.“