Spandauer Delegation besucht Israel

Pressemitteilung vom 19.11.2012
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Bürgermeisterkonferenz in Jerusalem

Vom 11. November bis zum 13. November fand in Jerusalem die
1. israelisch-deutsche Bürgermeisterkonferenz statt. Auch Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank nahm mit einer Delegation daran teil. Hierzu gehörten der Bezirksstadtrat für Bildung, Jugend, Kultur und Sport Gerhard Hanke sowie der Initiator des langjährigen Spandauer Schulaustausches mit Ashdod Detmar Grammel.

Unter den Bürgermeistern fand ein Erfahrungsaustausch unter anderem zu den Themen Katastrophenschutz, Beteiligung von Jugend an der Kommunalpolitik und Förderung von Kunst und Kultur in Zeiten der Wirtschaftskrise statt. Die Konferenz eröffnete der israelische Staatspräsident Schimon Peres.

Spandauer Delegation besucht die Partnerstadt Ashdod

Anschließend besuchte die Spandauer Delegation die israelische Partnerstadt Ashdod und dort die Makif Chet High School, Partnerschule der Spandauer Bertolt-Brecht-Oberschule. Im Austausch mit der Schulleitung und den beteiligten Schülerinnen und Schülern wurde die Absicht bekräftigt, am Schüleraustausch festzuhalten und dafür zu werben. Auch die Frage der Sicherheit wurde angesprochen. Die israelische Seite machte deutlich, dass mit der Sicherheitsfrage sehr verantwortlich umgegangen wird. Es gibt klare Verhaltensregeln, befestigte Sicherheitsräume und Informationsketten für Alarmsituationen.

Im Treffen mit dem stellvertretenden Bürgermeister Boris Gittermann und weiteren Vertreterinnen und Vertretern der Stadt wurden zukünftige Felder der Zusammenarbeit ausgelotet. Unter anderem in den Bereichen Kunst und Kultur sowie Sport, aber auch Tourismus und Wirtschaft. Konkrete Projekte sollen in den kommenden Monaten erarbeitet werden.

Während des gesamten Aufenthalts erreichten die Delegation Informationen über Raketenangriffe aus dem Gazastreifen auf israelische Ortschaften im Süden des Landes. Am Mittwochnachmittag – während der Gespräche in Ashdod – erfolgte dann der erste Angriff der israelischen Armee auf den Gazastreifen. Der erste Raketenalarm in Ashdod erfolgte am Abend des gleichen Tages kurz nachdem die Delegation die Stadt wieder verlassen hatte. Wenige Stunden nach dem Abflug aus Tel Aviv erfolgte auch dort der erste Raketenalarm.

Bezirksbürgermeister Kleebank: „Unsere Gedanken und Gebete sind bei unseren Freunden in Ashdod und bei allen Menschen, die in diesen Tagen unter der kriegerischen Auseinandersetzung in Israel und im Gazastreifen zu leiden haben. Wir hoffen auf Frieden für die ganze Region.“

„An gegenseitige Besuche ist leider erst wieder zu denken, wenn in Israel Frieden eingekehrt ist“, so Kleebank weiter. „Ich fordere aber alle Spandauerinnen und Spandauer auf, die vorhandenen Kontakte zu nutzen, um den Freunden in Ashdod unsere Solidarität zu demonstrieren. Diese moralische Unterstützung ist für die Menschen in so einer schwierigen Situation sehr wichtig.“