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Lösung für sichergestellte Schafe in Sicht

Pressemitteilung vom 26.09.2012

Für die am 21.8.2012 am Döberitzer Weg durch das Veterinäramt sichergestellten Schafe rückt nun, nach zuerst sehr zähen Verhandlungen eine Lösung in greifbare Nähe.

Aus Sicht der Behörde ist eine schnelle Rückgabe der Tiere möglich, wenn seitens des Schafbesitzers
  • ein alternatives Gelände benannt wird, auf dem eine Schafshaltung erlaubt und durch entsprechende bauliche Vorkehrung auch möglich ist sowie
  • die durch die Sicherstellung der Tiere entstandenen Kosten beglichen wurden.

Aus dem Umfeld des Präsidenten des Spandauer Mietervereines, welcher durch die Weiterverbreitung unrichtiger Darstellungen zu einer unnötigen Eskalation der Angelegenheit beitrug, soll in Aussicht gestellt worden sein, die geforderte Sicherheitsleistung für die Tiere zu hinterlegen.

Dazu führt der zuständige Stadtrat für Bürgerdienste und Ordnung – Stephan Machulik – aus: „Ich bin erfreut, dass man nach den unnötigen verbalen Übergriffen und Unterstellungen gegenüber meinen MitarbeiterInnen wieder zu einer sachlichen Auseinandersetzung zurückgefunden hat. Ich selbst habe mich von der artgerechten Unterbringung der sichergestellten Tiere überzeugt. Wenn die nun im Raum stehenden Zusagen eingehalten werden, lässt sich vielleicht auf diesem Wege eine längerfristige Unterstützung der Schafhaltung unter Supervision mit dem Besitzer an einem geeigneten Ort etablieren.“

Hintergrund:
Nach gegenwärtigem Stand hatte ein Schafbesitzer am Döberitzer Weg eine vorsätzlich illegale Tierhaltung begonnen, zur deren Finanzierung ebenfalls ohne Genehmigung eine große Waldfläche gerodet wurde und mitten im verbliebenen Wald ein großer Unterstand für die Tiere gebaut wurde. Auf eine die Tiere schützende und Gefahren abwehrende Einzäunung des Geländes wurde jedoch verzichtet.

Aufgrund der Uneinsichtigkeit des Schafsbesitzers die vorliegenden Probleme zu lösen, musste das Veterinäramt die 60 Skudden vorläufig sicherstellen und bei einem Schäfer in Brandenburg unterbringen. Zeitgleich hat das Veterinäramt versucht, den Anwalt und den Betreuer des Schafbesitzers davon zu überzeugen, dass im Interesse des Schafbesitzers, der sehr an seinen Tieren hängt, nach einer dauerhaft tragfähigen Lösung gesucht werden muss, um eine Veräußerung der Tiere, der der Betreuer bereits zugestimmt hatte, zu vermeiden.

Dem Anwalt wurde vorgeschlagen, den Betrag von bisher 3.600.- Euro vor Überstellung der Tiere als Sicherheitsleistung unter Vorbehalt an die Bezirkskasse zu überweisen. Der Anwalt wird versuchen, zusammen mit dem Betreuer, dem Tierhalter und ggf. vorhandenen Sponsoren eine dahingehende Einigung zu erreichen.