Stadtrat Matz zieht positive Bilanz

Pressemitteilung vom 27.10.2011

Sozial- und Gesundheitsstadtrat scheidet nach 5 Jahren aus

Eine positive Bilanz seiner Amtszeit als Spandauer Stadtrat zieht Martin Matz: „Zu Beginn meiner Amtszeit habe ich eine für viele Spandauerinnen und Spandauer schmerzliche Analyse der gesundheitlichen und sozialen Lage des Bezirks vorgelegt. Aber dann haben wir auch geliefert. Für die Realisierung von mehreren Dutzend Projekten danke ich den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Abteilung Soziales und Gesundheit des Bezirksamtes. Ich gehörte zu den eher seltenen Stadträten, die selber aus der Privatwirtschaft und nicht aus dem öffentlichen Dienst kommen und füge daher an: Manche wären überrascht, was für engagierte und umsichtige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter es auch in den so genannten Amtsstuben gibt.“

Matz, der sich selber als „Stadtrat für ein soziales und gesundes Spandau“ bezeichnete, hat eine Auflistung der von ihm realisierten Projekte auf seiner persönlichen Webseite im Internet veröffentlicht. Dazu gehören so unterschiedliche neue Aktivitäten wie die Präventionsarbeit der Schuldnerberatungsstellen an Schulen, eine neue Suchtberatungsstelle in der Altstadt oder das Fairkaufhaus in der Altonaer Straße.

Matz hebt die Managementverantwortung der Bezirksamtsmitglieder hervor: „Stadträte sollen nicht immer nur über zu schlechte Ausstattung durch den Senat klagen, sie sind selber auch für Schwerpunktsetzungen verantwortlich. Durch Verlagerung von Stellen innerhalb der Abteilung haben wir beispielsweise die Zahl der Erstkontakte bei Familien nach der Geburt von Kindern auf das 2,5fache erhöht und die Antragsflut nach der Wohngeldnovelle ohne höhere Bearbeitungszeiten bewältigt. Das hätten wir doch Jammern nicht erreicht.“

Auch Kuriositäten werden in Erinnerung bleiben: Die Räumung einer 2-Zimmer-Wohnung mit über 1.600 Wellensittichen durch die Veterinäraufsicht im Dezember 2008 hat dem Bezirk sogar russisch- und spanischsprachige Berichterstattung eingebracht.

Einen Wunsch gibt der aus Bremen stammende ausscheidende Stadtrat dem Bezirk mit auf den Weg: „Ich hoffe, dass man in Spandau erkennt, welchen wirtschaftlichen Wert es haben kann, dass der Bezirk zu Berlin gehört. Die eigene Identität Spandaus ist stark und das ist gut so. Aber als Wirtschaftsstandort und als touristisches Ziel wird man nur Erfolg haben, wenn man sich nicht nur abgrenzt, sondern auch das Verbindende zur Hauptstadtregion hervorhebt. Im Gegensatz zu den Innenstadtbezirken würde Spandau dadurch seine Identität nicht verlieren, aber ökonomisch enorm gewinnen können.“