Ausbildung Vermessungstechniker/in

Vermessungstechnikerin
Bild: dietlb.de

Wer einen Beruf ergreifen möchte, bei dem es im wahrsten Sinne des Wortes um “Standortbestimmung” geht, ist im Ausbildungsberuf Vermessungstechniker/in richtig. Es sind genaue Messungen und Berechnungen für Grundstücke, Gebäude und Karten auszuführen. Die ebenso wichtigen wie interessanten Aufgaben erfordern neben Exaktheit auch Verständnis für moderne Technik.

Berufsbild

Die Tätigkeiten einer Vermessungstechnikerin/eines Vermessungstechnikers umfassen im Wesentlichen:

  • Vorbereiten, Durchführen und Auswerten örtlicher Vermessungen von Gebäuden, Straßen, Grundstücksgrenzen, Bäumen und anderen Gegenständen.
  • Absteckungen und Kontrollmessungen für Bauvorhaben.
  • Bereitstellen und Aktualisieren von Karten, Plänen, Listen und Dateien in analoger und digitaler Form.
  • Zeichnen von Lageplänen und Karten per Hand bzw. durch Konstruieren am Computer.
  • Berechnen von Lage und Höhenwerten.

Ausführliche Informationen können auch dem Internetangebot der Bundesagentur für Arbeit entnommen werden.

Ausbildungsordnung

Vermessungstechniker/in ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG). Grundlage der Ausbildung ist die Verordnung über die Berufsausbildung in der Geoinformationstechnologie – Ausbildungsordnung.pdf

Persönliche Voraussetzungen

Grundsätzlich ist keine bestimmte schulische Vorbildung vorgeschrieben. Es ist jedoch mindestens ein guter Mittlerer Schulabschluss oder eine gleichwertige Schulbildung wünschenswert. Darüber hinaus sollte ein ausgeprägtes Interesse an mathematischen und zeichnerischen Aufgaben sowie räumliches Vorstellungsvermögen bestehen und auch Eignung für Tätigkeiten im Freien bestehen. Bewerberinnen und Bewerber sollten praktisch veranlagt sein und Spaß daran haben, sowohl im Freien als auch im Büro zu arbeiten und dabei Computer zu nutzen. Vermessung erfordert die Bereitschaft für sorgfältiges und gewissenhaftes Arbeiten.

Ausbildungsdauer

Die Ausbildung dauert drei Jahre. Im Ausbildungsberuf der Vermessungstechnik besteht die Möglichkeit, während der Ausbildung an der Berufsschule eine Doppelqualifikation mit der Fachhochschulreife zu erreichen, sofern man die Qualifikation des Mittleren Schulabschlusses besitzt.

Berufsschule

Neben der betrieblichen Ausbildung ist der Besuch der Berufsschule Bestandteil der Ausbildung. Der Unterricht findet an zwei Tagen pro Woche statt und gliedert sich in einen fachbezogenen und einen allgemeinbildenden Berufsschultag. Die zuständige Berufsschule ist die Knobelsdorff-Schule, Oberstufen- zentrum Bautechnik I, Nonnendammallee 140, 13599 Berlin (Spandau). Der vermessungstechnische Unterricht findet in der Außenstelle der Schule am Fort Hahneberg in Spandau statt (Am Fort 48D).

Prüfungen

Die Zwischenprüfung findet in der ersten Hälfte des zweiten Ausbildungsjahrs statt. Die Abschlussprüfung besteht aus vier Prüfungsbereichen, in denen der Prüfling die nach dem betrieblichen Ausbildungsplan vermittelten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sowie den in der Berufsschule vermittelten Lehrstoff nachzuweisen hat. Der erfolgreiche Abschluss berechtigt zum Führen der Berufsbezeichnung “Vermessungstechnikerin” bzw. “Vermessungstechniker”.

Vergütung (ab März 2016)

Das monatliche Ausbildungsentgelt beträgt brutto:

  • im 1. Ausbildungsjahr 853,82 €
  • im 2. Ausbildungsjahr 907,15 €
  • im 3. Ausbildungsjahr 956,05 €

Bewerbung

Einstellungstermin ist jeweils der 1. September des Jahres (keine Einstellungen in den Jahren 2011, 2014, 2017, 2020).
Ihre schriftliche Bewerbung mit Lichtbild, handgeschriebenem Lebenslauf und einer Kopie der letzten zwei Zeugnisse mit der Beurteilung des Arbeits- und Sozialverhaltens richten Sie bitte bis Ende Februar des Jahres an das

Bezirksamt Spandau von Berlin
Abt. Bauen, Planen und Gesundheit
Fachbereich Vermessung und Geoinformation
Carl-Schurz-Str. 2
13597 Berlin

Die Bewerbung kann auch per Email geschickt werden an:
vermessungsamt@ba-spandau.berlin.de.

Einstellungstests bzw. Vorstellungsgespräche finden in der Regel im März des Jahres statt.

Berufliche Möglichkeiten nach Ausbildungsabschluss

Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung ist evtl. eine befristete Anschlussbeschäftigung von einem Jahr beim Fachbereich Vermessung und Geoinformation möglich; dieses steht in Abhängigkeit von Haushaltsmitteln und erfordert einen mindestens befriedigenden Prüfungsabschluss.
Mit dem Fachabitur oder Abitur besteht die Möglichkeit des anschließenden Studiums an einer technischen Fachhochschule, mit dem Abitur auch des Studiums an einer Universität.
Die Berufsaussichten im Vermessungswesen werden zzt. allgemein mittelfristig als gut angesehen.