Drucksache - 0453/XX-01  

 
 
Betreff: Personalmangel durch Quereinsteiger kompensieren
Status:öffentlichBezüglich:
0453/XX
Organisationseinheit:Bezirksamt - Abt. Finanzen, Personal, Stadtentwicklung u. Umwelt
Verfasser:Bezirksamt - Abt. Finanzen, Personal, Stadtentwicklung und Umwelt
Drucksache-Art:Vorlage zur Kenntnisnahme
Beratungsfolge:
Bezirksverordnetenversammlung Reinickendorf Kenntnisnahme
13.02.2019 
28. öffentliche Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Reinickendorf mit Abschlussbericht zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt

Sachverhalt

Sachverhalt:

 

Ich bitte zur Kenntnis zu nehmen:

 

In der Erledigung des Beschlusses der Bezirksverordnetenversammlung vom 11.10.2017

- Drucksache Nr. 0453/XX -:

 

„Dem Bezirksamt wird empfohlen, sich dafür einzusetzen, dass bei Stellenausschreibungen auch auf Quereinsteiger gesetzt wird, um den Personalmangel in der Reinickendorfer Bezirksverwaltung schneller beheben zu können.“

 

wird gemäß § 13 BezVG berichtet:

 

Der Begriff der Quereinsteigerinnen/Quereinsteiger wurde und wird häufig in Verbindung mit den fehlenden Lehrkräften an Berliner Schulen verwandt. Durch den Einsatz und die umfangreiche berufsbegleitende Umschulung/Qualifizierung von Personen, die über kein entsprechendes Fachstudium als Lehrerinnen und Lehrer verfügen, soll eine fachlich orientierte Kompensation für die hohen Zahlen des altersbedingten Ausscheidens von Lehrerinnen und Lehrern erreicht werden.

 

Sicher bestehen aktuell im Bereich der Berliner Landesverwaltung in den unterschiedlichen Berufsgruppen/-professionen mitunter erhebliche Nachbesetzungsschwierigkeiten. Zum Bei­spiel im Bereich der technischen Berufe oder im ärztlichen Dienst würde kaum jemand es fachlich akzeptieren können, Quereinsteigerinnen/Quereinsteiger in diesen sogenannten Personalmangelberufen einzusetzen, da hier von Anbeginn der Tätigkeit ein hohes Maß an Fachlichkeit bestehen muss und wenig Zeit für eine längerfristige fachliche „Grundqualifizierung“ gegeben wäre.

 

Im Bereich der allgemeinen Verwaltung können die Nachbesetzungen der ausgeschriebenen Stellen immer noch, wenn auch mitunter nach mehrmaligen Stellenausschreibungsverfahren, erfolgen. An mancher Stelle müssen die fachlichen Anforderungen an die Bewerberinnen und Bewerber im Text der Stellenausschreibungen gesenkt werden, damit entsprechende Nach­besetzungen freigewordener Arbeitsgebiete zeitnah durchgeführt werden können. Dieser Weg hat sich in der zurückliegenden Zeit als zielführend erwiesen.

 

Im Vergleich zu anderen Bezirksämtern bestehen im Bezirksamt Reinickendorf von Berlin prozentual weniger Stellenvakanzen. Es gelingt den Verantwortlichen in den Abteilungen und in der Serviceeinheit Personal in einem bewährten und konstruktiven Zusammenarbeiten mit den Beschäftigtenvertretungen, die freien Stellen nachbesetzen zu können.

 

Die Situation der hohen Anzahl an altersbedingtem Ausscheiden und einer hohen Fluktuation in der Berliner Landesverwaltung wird auch mittelfristig eine erhebliche Herausforderung im Rahmen einer vorausschauenden Personalpolitik sein. Die Öffnung der Stellenausschrei­bungen für den Einsatz und die erforderliche umfassende und damit zeitlich intensive Qualifizierung von wirklich fachfremden Quereinsteigerinnen/Quereinsteigern stellt eine besondere Anforderung an die Wissensvermittlung dar. Dabei ist immer zu berücksichtigen, dass die zeitliche Inanspruchnahme von Kolleginnen und Kollegen vor Ort für die mittelfristige Qualifizierung der Quereinsteigerinnen/Quereinsteiger eine deutliche höhere Belastung bedeutet.

 

Ich bitte, die Drucksache Nr. 0453/XX damit als erledigt zu betrachten.

 

 

 

Frank Balzer

Bezirksbürgermeister

 
 

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