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Die Platanen werden nicht kaputt gepflegt

Pressemitteilung vom 24.06.2011

Als Amtsleiter des Garten- und Straßenbauamtes Reinickendorf von Berlin nehme ich zu den Darstellungen des BUND e.V. in der Presseinformation vom 23.06.2011 „Platanen kaputt gepflegt“ wie folgt Stellung:

Das Märkische Viertel wurde in den 1960er Jahren errichtet und zeichnet sich durch eine großflächig homogene Bebauungsstruktur aus. Hierzu zählen auch die Vegetationsbestände, die bei den Bäumen u. a. aus 13.800 Platanen (Platanus x hybrida) bestehen. Diese finden sich auch in den Zufahrts- und Querstraßen und sind in engen Pflanzabständen gepflanzt. Eine dichte Bepflanzung der Platanen sollte gegenüber der massiven Bebauung zu einer intensiven Begrünung führen. Dies hat zu unterschiedlichen Fehlentwicklungen geführt:

• Lichtabhängige Kronenfehlentwicklungen wegen dichtem Gehölzbestand führen zum „Vergeilen der Starkäste“, das bedeutet, die Äste streben nach oben und bilden keine stabile Krone.
• In der Folge entstehen Totäste. Bei weitergehenden Fehlentwicklungen würde sich die Instabilität der Allee z. B. durch vermehrtes Auftreten von Totästen weiter verstärken.
• In der weiteren Entwicklung würden Kronenausbrüche bzw. Verluste der Bäume drohen.

Es galt nun dieser Entwicklung entgegenzuwirken und Maßnahmen für den Erhalt der Platanen zu ergreifen, um die Wohlfahrtswirkung der Bäume nicht zu verlieren.

Den Maßnahmen vorangestellt wurde ein Gutachten von Herrn Professor Dr. habil. Hartmut Balder von der BEUTH HOCHSCHULE FÜR TECHNIK BERLIN. Herr Professor Balder hat in Berlin die Bestände der Straßenbäume intensiv untersucht und hierbei insbesondere die Situation der Platanen begutachtet und verfügt auf diesem Gebiet über herausragende fachliche Erfahrungen.

Im Ergebnis der Untersuchungen der aktuellen Vitalität und Gesundheit der Platanen wurde empfohlen, notwendiger Weise Kroneneinkürzungen durchzuführen.
Die sicherlich bei den Rückschnitten entstandenen geringfügigen Rindenschäden kann der Baum kompensieren, weil die Pflegearbeiten zur baumbiologisch günstigsten Zeit ab Ende Mai durchge-führt wurden. So ist die Wundabschottung durch die Bäume gegeben.

Ich hebe hervor, dass die Baumarbeiten an den Platanen im Märkischen Viertel begleitet von Herrn Professor Balder von fachausgebildeten Gärtnern ausgeführt worden sind.

Die aktuellen Baumarbeiten werden den Gehölzbestand nachhaltig sichern.

Rüdiger Zech
Garten- und Straßenbauamt
Tel. (030) 90294-2268
Fax: (030) 90294-3402