Pankow verfügt als einziger Bezirk über ein neuartiges CarSharing-Konzept. Nachdem der Bezirk 2008 erstmalig auf Initiative der Greenwheels GmbH zehn CarSharing-Parkplätze auf öffentlichem Straßenland eingerichtet hatte, gab es ein Interesse der Anbieter, die Stellplatzanzahl deutlich zu erhöhen. Da dies mit den Zielen des Mobilitätskonzeptes Pankow 2015 sowie des Berliner Stadtentwicklungsplans Verkehr korrespondierte, schloss sich das Bezirksamt Pankow einer Arbeitsgemeinschaft der CarSharing-Anbieter stadtmobil
, greenwheels
, DB Rent GmbH
, cambio
und Sixti Car Club
an und entwickelte mit dieser gemeinsam ein Konzept zur Ausweitung der Stellplätze. Dieses Konzept stellten der Bezirksstadtrat für Öffentliche Ordnung, Jens-Holger Kirchner (Bü90/Grüne), und die beteiligten Unternehmen den Vertretern der Presse im Beisein von Frau Staatssekretärin Maria Krautzberger im Mai 2011 vor.
Das Interesse der fünf engagierten Unternehmen mündete 2009 in einem Antrag für 50 Stationen mit über 100 Stellplätzen in Prenzlauer Berg und Alt – Pankow. Im kommunalpolitischen Entscheidungsprozess wurde durch den Ausschuss für Öffentliche Ordnung, Verkehr und Verbraucherschutz entschieden, dass pro Station mindestens zwei und maximal drei Stellplätze anzuordnen sind. Nach der Überarbeitung des Antrages im Jahre 2010 werden nunmehr 35 neue Stationen mit 78 Stellplätzen hauptsächlich in Prenzlauer Berg eingerichtet. Das Teileinziehungsverfahren für die Flächen im öffentlichen Straßenland wurde zwischenzeitlich abgeschlossen. So können nunmehr die Stellplätze eingerichtet werden für ein flächendeckendes Netz mehrerer Anbieter. Zukünftig sollen in einem nächsten Schritt auch Ladestationen für Elektro-CarSharing-Autos installiert werden. Zudem soll an zehn Stationen das Angebot mit dem neuem Fahrradverleihsystem call-a-bike ergänzt werden.
CarSharing bietet Mobilität mit dem Auto, ohne ein eigenes zu besitzen, wobei sich etwa 10-15 Menschen ein Fahrzeug teilen. Nicht nur die steigenden Spritkosten machen vielen Autofahrern zu schaffen, teuer ist ein eigener Wagen vor Allem auch im Unterhalt. Kosten für KFZ-Steuer, Versicherung, Prüfungen, Werkstatt und Pflege sowie für Plaketten und Vignetten fallen immer an, auch wenn das Auto nicht bewegt wird. CarSharing ist eine clevere Alternative, welche bereits 100 000 Deutsche nutzen. Städter, die sich Stress und Kosten eines Fahrzeueigentümers sparen wollen, Pendler, die öffentliche Verkehrsmittel umgehen möchten, Gelegenheitsshopper, die einen Kofferraum für den Wochenendeinkauf oder den Baumarkt benötigen oder Tagesausflüger, die sich in der Freizeit etwas Fahrspaß gönnen wollen, für alle ist CarSharing eine Alternative. Rechnen kann sich das Modell für jene, die weniger als 10 000 Kilometer Fahrleistung im Jahr absolvieren und nicht täglich auf das Auto angewiesen sind. Das Angebot kann rund um die Uhr genutzt werden, meist erfolgt die Buchung über Telefon oder Internet. Im Angebot sind Klein- und Mittelklassewagen, Kombis, Vans und Transporter. Dabei bieten die unterschiedlichen Anbieter verschiedene Tarife an und haben teilweise auch verschiedene Zielgruppen im Auge.




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