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Grüne Orte in Pankow

Bürgerpark

Als Baron Killisch von Horn (1854 - 1886) das Gelände erwarb, befanden sich dort lediglich eine alte Papiermühle und eine Kiesgrube. Er ließ sich dort ein Herrenhaus bauen und von seinem Obergärtner Wilhelm Perring (1838 - 1907) einen Park nach Art italienischer Renaissance anlegen. Etwa 1860 wurde das prächtige Eingangs-portal an der heutigen Wilhelm-Kuhr-Straße erbaut. Nach dem Tod des Barons kaufte die Gemeinde Pankow den Besitz und machte ihn der Bevölkerung zugänglich. Der damalige Pankower Bürgermeister Wilhelm Kuhr bestand darauf, das Gelände als Grünanlage zu erhalten und nicht als Baugelände freizugeben. Eine am Park vorbeiführende Straße erinnert an ihn. Das Herrenhaus wurde zum Gartenrestaurant mit Musikpavillon.

Es wurden Tiergehege und Wasserspiele angelegt. Keines der Gebäude überstand die Luftangriffe im Zweiten Weltkrieg. Nach einer grundlegenden Erneuerung in den Jahren 1965 bis 1967 erhielt der Park sein heutiges Aussehen, das geprägt ist durch die den Park durchfließende Panke, weiträumige Wiesenflächen und einem sehr schönen Baumbestand. Die Südseite des Parks ist leicht hügelig gestaltet. Bereits im Jahr 1910 wurden die Hügel durch eine Brücke verbunden. In diesem Bereich gibt es ein Tiergehege mit Bergziegen und Volieren mit Pfauen, Fasanen und seltenen Tauben. In den Monaten Mai bis September hält die Park-Bibliothek für die Besucher bei schönem Wetter nicht nur Bücher, Zeitschriften und Spiele, sondern auch Stühle und Sonnenschirme bereit. Ausgeliehen wird nur für den entsprechenden Tag, am Abend muss alles wieder zurückgegeben werden. Besonders im Sommer ist der 1990 bis 1992 neu angelegte sortenreiche Rosengarten ein Anziehungspunkt für den Besucher. Es können Beet- und Strauchrosen, Teehybriden, Minirosen, Stämmchen und an der Pergola aus Sandsteinsäulen auch Kletterrosen bewundert werden. In den Sommermonaten finden im Rosengarten im Musikpavillon hin und wieder Konzerte statt. Zu jeder Jahreszeit lohnt es sich, den bis zu 150 Jahre alten Baumbestand eingehender zu betrachten. Neben alten Eichen, Buchen und vielen Ahornarten steht am Ufer der Panke eine als Naturdenkmal eingetragenen Sumpfzypresse. Im nördlichen Bereich des Bürgerparks gibt es zwei weitere wegen ihrer Schönheit als Naturdenkmale ausgewiesene Bäume - eine Rot-Eiche und eine Rot-Buche. Auch ein paar Exoten wie Maulbeerbaum, Trompetenbaum, Tulpenbaum und Edelkastanien kann der Besucher bei einem Spaziergang entdecken. Im westlichen Teil des Bürgerparks gibt es einen Spielplatz mit einem großem Kletterschiff. Überquert man die Straße "Am Bürgerpark" am westlichen Ende des Bürgerparks, ist Familien noch ein Besuch im Kinderbauernhof "Pinke Panke" zu empfehlen. Größe: ca. 12 ha

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