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Grüne Orte in Prenzlauer Berg

Teutoburger Platz

Seinen Namen erhielt der Teutoburger Platz im Jahr 1875 zum Gedenken an die Schlacht im Teutoburger Wald. Germanische Stämme schlugen hier das Römische Heer in einem Überraschungsangriff und erlangten damit ihre Unabhängigkeit vom Römischen Reich zurück. Der Teutoburger Platz und seine Umgebung gehören zu den Altbauquartieren, die damals ringförmig um den alten Stadtkern Berlins entstanden. Das Viertel wurde relativ früh zwischen 1860 und 1875 bebaut und war damals eines der dichtbesiedeltsten Wohngebiete von Berlin. Die ersten Baumbepflanzungen erfolgten um 1880. Zu bewundern sind heute noch prächtige Exemplare von Robinien und Birken. Die später gepflanzten Ebereschen fallen besonders im Herbst mit ihren hellroten Früchten auf. Schon 1910 wurde auf dem Teutoburger Platz ein Kinderspielplatz geschaffen. Heute bildet der Spielplatz das Zentrum und nimmt mit ca. 2.000 m² ein Drittel des gesamten Platzes ein.
Rund um den Teutoburger Platz gibt es bereits seit 1973 eine Bürgerinitiative, die die Interessen der Bürger vertritt. Seit der Wende unterstützt eine Betroffenenvertretung, kurz "BV-Teute" genannt, die Anwohner bei der Wahrung ihrer Rechte vor allem gegenüber den Vermietern und ist gleichzeitig Anlaufstelle für alle Bürgeranliegen. Das kulturelle Engagement beweist "BV Teute" auch durch die "Galerie F 92" in der Fehrbelliner Straße 92. Maßgeblich war die Betroffenenvertretung auch an der Gestaltung des Teutoburger Platzes beteiligt. So wurden im Herbst 1992 Teile des Parks von Betonflächen und Betonwegen befreit. Es entstand eine kleine Hügellandschaft mit Rasenflächen und Gehölzen. Bei kulturellen Veranstaltungen und Kinderfesten wird auch das 1928 gebaute und gut erhaltene ehemalige Transformatorenhäuschen der Bewag genutzt.
Bei einem Spaziergang zum Teutoburger Platz sollte der Besucher nicht versäumen, das Gelände des Pfefferbergs zu besuchen. Das ehemalige Gelände der Brauerei Pfeffer erstreckt sich von der an den Teutoburger Platz grenzenden Christinenstraße bis zur Schönhauser Allee. Einige Gebäude stammen noch aus den 1840er Jahren. Das gesamte Areal steht unter Denkmalschutz. Die sanierten Gebäude stehen Künstlergruppen, aber auch Gewebetreibenden und Dienstleistern zur Verfügung. Größe: ca. 0,6 ha

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