Auf dem heutigen Gelände des Praters in der Kastanienallee 7/9 befanden sich bereits im Jahre 1837 auf einer Wiese (lat. pratum) ein Halteplatz für Pferdefuhrwerke und ein Bierausschank. Seit fast 170 Jahren wird hier also Bier ausgeschenkt, und somit ist der Prater der älteste Biergarten der Stadt. Der Besitzer des Bierausschanks Adolph Kalbo erhielt 1867 eine Konzession für die "Aufführung von Lustbarkeiten". Er begründete damit eine über hundertjährige Tradition einer Berliner Vergnügungsstätte, die sich zu allen Zeiten großer Beliebtheit erfreute. Unter den Kalbos, die das Etablissement über mehrere Generationen führte, war der Prater beispielsweise Kneipe, Ausflugslokal, Varieté, Volkstheater und politischer Versammlungsort, auch Boxveranstaltungen fanden hier statt. Mit der Erfindung des Films hielt 1929 das neue Medium Einzug. Hans Albers und Rudolf Platte ließen sich im Kino im Prater sehen, 1935 dirigierte im Pratergarten Paul Lincke sein großes Orchester. Wie viele andere Etablissements schloss auch der Berliner Prater im Zweiten Weltkrieg seine Pforten. Die großen Bombenangriffe auf Berlin hat der Prater fast unversehrt überstanden. Nach dem Krieg ordnete die Sowjetische Militäradministration die Eröffnung eines sogenannten Kulturbetriebes an. Da viele Volkstheater wie Scala oder Wintergarten in Trümmern lagen, kamen die ersten Tänzer, Artisten und Clowns in den Prater. Die Berliner Volksbühne zog im Jahr 1946 hier ein, weil auch ihr Haus am heutigen Rosa-Luxemburg-Platz zerstört war. Später war das Theater DEFA-Uraufführungskino. Wie viele andere Etablissements schloss auch der Berliner Prater im Zweiten Weltkrieg seine Pforten. Die großen Bombenangriffe auf Berlin hat der Prater fast unversehrt überstanden. Nach dem Krieg ordnete die Sowjetische Militäradministration die Eröffnung eines sogenannten Kulturbetriebes an. Da viele Volkstheater wie Scala oder Wintergarten in Trümmern lagen, kamen die ersten Tänzer, Artisten und Clowns in den Prater. Die Berliner Volksbühne zog im Jahr 1946 hier ein, weil auch ihr Haus am heutigen Rosa-Luxemburg-Platz zerstört war. Später war das Theater DEFA-Uraufführungskino. 1967 wurde der Prater auf Beschluss der Stadtverordnetenversammlung "Kreiskulturhaus Prenzlauer Berg". Vielfältige Veranstaltungen fanden hier statt, zum Beispiel die vom Rundfunk ausgestrahlte "Sonntagsmelodie". Der Biergarten war auch zu dieser Zeit eine viel besuchte Gaststätte. Nach der Wende wurde der Prater zunächst geschlossen, um ihn gründlich zu sanieren. Danach wurden viele Nutzungsmöglichkeiten getestet, aber alles war nicht von langer Dauer. Seit 1994 ist auf dem Gelände wieder die Volksbühne mit ihrer zweiten Spielbühne zu Hause. Im Herbst 1995 erhielt die Prater-Garten GmbH einen Pachtvertrag zur gastronomischen Nutzung des Gartens und zum Betrieb der Gaststätte. Im Winter ist es auf dem Gelände eher ruhig, aber zu allen anderen Jahreszeiten herrscht reges Treiben. Auf der Freilichtbühne besteht die Möglichkeit für Open-Air-Konzerte. Der Prater hat einen schönen Baumbestand, wobei etliche alte Platanen besonders auffällig sind. Unter dem Schattendach von Kastanien, Ahornarten, Ulmen und Eschen sitzt es sich außer an Regentagen stets sehr gemütlich im ältesten Biergarten Berlins. Größe: 0,7 ha



Stadtplan
S-Bahnhof:
U-Bahnhof:
Bushaltestelle:
Tram-Haltestelle: