Willkommenskampagne: GenauPankow!

  • Pankow ist ein wachsender Bezirk. Doch was viele nicht wissen: Fast jeder zweite Neu-Pankower kommt aus dem Ausland. Die meisten Einwanderer/innen kommen aus Europa und sind gut qualifiziert. Sie bringen viel mit und bereichern unseren Bezirk.
  • Mit der neuen Kampagne „GenauPankow!“ möchte das Bezirksamt Pankow diese erfreuliche Entwicklung stärker in die öffentliche Wahrnehmung rücken – und die vielen neuen Pankower und Pankowerinnen willkommen heißen.
  • In Kooperation mit dem Verein Ayekoo wurden internationale Künstlerinnen und Künstler gebeten, die Frage nach dem „Willkommen sein“ künstlerisch umzusetzen. Herausgekommen sind Installationen, Fotografien, Zeichnungen, Gemälde und Musik- und Videoinstallationen.
  • Zudem präsentiert der Bezirk Pankow eine aus dem Projekt heraus entwickelte Wanderausstellung, welche in den nächsten Wochen und Monaten an verschiedenen Orten im Bezirk zu sehen und zu hören sein wird.
  • Haben Sie Interesse, sich an der Kampagne zu beteiligen? Wir sind weiterhin auf der Suche nach Unternehmen oder Institutionen, die für die Kunstwerke Räumlichkeiten oder Flächen bereitstellen – als Bereicherung des eigenen Erscheinungsbildes und als Zeichen der Offenheit gegenüber Gästen und Neuzuwanderern.

Bianca Monroy

Bianca

Bianca Monroy ist eine bildende Künstlerin aus Mexiko, die sich mit Licht und Farbe beschäftigt. Die Merkmale ihrer Arbeit sind die Leidenschaft und die Mischung aus Farben und Formen, die der Traumwelt ähneln. Ihre Kunstwerke werden in Deutschland, Frankreich, Italien, Mexiko und Schweden ausgestellt. Im Rahmen der Willkommenskampagne, wird die Künstlerin eine/mehrere Wände in
Flüchtlingsheimen in Pankow mit Herz(en) in Tradition der mexikanischen Wandmalerei (Murales) gestalten. Motivation: Wo das Herz liegt, fühlt man sich
willkommen. Daher öffnet Pankow sein Herz für alle Zuwanderer, die in Deutschland, in Berlin, vor allem aber im Großbezirk Pankow eine neue Welt für sich aufbauen möchten.

Projekt: Wandgestaltung im Flüchtlingsheim

Bianca Monroy

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Gabriele Di Stefano

Eberswalderstraße

Gabriele Di Stefano (*1981 in Rom, Italien). Seit 2010 lebt der italienische Fotograf in Berlin. Gabriele Di Stefano hat seine Werke weltweit ausgestellt u.a. hat er an der Photobiennale 2014 in Griechenland und dem Copenhagen PhotoFestival 2012 teilgenommen. Er hat in der Täte Britain in London sowie dem Museo delle Mura in Rom ausgestellt. Durch das Medium der Fotografie verleiht er seiner künstlerischen Arbeit einen introspektiven und hermetischen Ausdruck – ein wichtiges und für ihn entscheidendes Merkmal von zeitgenössischer Fotografie.

Gabriele Di Stefano hat Fotografie am Goldsmith College, Centre for Urban and Community Research (London, U.K.) und an der Scuola Romana di Fotografie studiert. Er arbeitet als Freelancer in den Richtungen Portrait-fotografie, Editorial und Foto-Reportage.

In Pankow mischen sich die Geschichten der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft Berlins – einer Stadt “verdammt dazu, ewig zu werden und niemals zu sein”, wie der Kunstkritiker und Publizist Karl Scheffler schon im Jahre 1910 schrieb.

Gabriele Di Stefano hat in diesem Jahr in Pankow den Fotowettbewerb Blickfang Pankow gewonnen. Für die Willkommenskampage hat er in den letzten Monaten die Idee, das Konzept und das Logo “GenauPankow!” entwickelt.

Gabriele di Stefano

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Helmi Heerkens

Helmi

Helmi Heerkens (1956, Niederlanden) absolvierte ihre Ausbildung an der Königlichen Akademie für schöne Künste in Den Haag, Niederlande. Sie lebt seit März 2013 in Berlin-Pankow. Helmi ist draußen unterwegs, beobachtet die Menschen, ihr Sozialverhalten aber auch einfach nur den Lebensraum Stadt oder die Umwelt allgemein. Sie dokumentiert und arbeitet mit Foto- und Videomaterialien, welche sie bei ihren Streifzügen aufnimmt. Ihre Arbeiten beschäftigen sich oft mit dem Körper im öffentlichen Raum oder präsentieren Rollen und Funktionen von Körpern in einer Handlung.

Im Kurzfilm „Willkommen in Pankow“ verbindet die aus dem Ausland zugezogene Künstlerin Helmi Heerkens ihre Kunst mit ihrem Sozialbewusstsein: “In Pankow leben schon viele Zuwanderer/innen, neue Zuwanderer/innen möchten wir willkommen heißen”. Für den Film hat Helmi sich mit einem Aufruf an die Öffentlichkeit/ an den öffentlichen Raum (an Laternen, in Volkshochschulen, in der Nähe vom Rathaus, vor den Bürgeramten und Bahnhöfen) gewandt. Willkommen in Pankow ist ein Film für Neuankommende, die in Pankow ein neues Leben anfangen. Der Videofilm mit 11 Kurzporträts von Ausländern/innen aus 10 Ländern wurde an verschiedenen Orten in Pankow gefilmt. Die Menschen erzählen in ihrer Muttersprache über ihr Leben in Pankow. Der Text ist kurz ins Deutsche übersetzt und untertitelt worden.

Dauer 14:50 Minuten.

Helmi Heerkens

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Martin Deckert

Martin-Deckert

Seine Projekte sind häufig eine Hommage an die Stars des New Yorker und Berliner Nachtlebens aus den letzten 20 bis 30 Jahren Jahre – eine Projektion auf und mit Peaches, Nina Hagen, Chloe Griffin, Eric D Clark oder Namosh. Im Rahmen seiner Arbeiten hat er sich auch mit Themen der Teilung und Wiedervereinigung von Berlin beschäftigt. Pankow ist dabei aus seiner Sicht ein Beispiel für den Wandel in den letzten 25 Jahren seit dem Fall der Mauer. Altes trifft auf Neues, der Bezirk befindet sich seit Jahren in einem Wandel. Wandel steht seit jeher für Berlin.

Ein aktuelles Filmprojekt – Connie Am Telefon – ist in einem durch Dada inspirierten Stil geschrieben. In einer Telefon-Talkshow treffen Musiker, Schriftsteller und andere Persönlichkeiten wie François Cactus, Gina D’Orio aufeinander. In den letzten Jahren hat sich Martin Deckert verstärkt dem
Zeichnen und Skizzieren zugewandt. Er hat dies seit seiner Kindheit an in einem eigenen Stil getan. 2008 hat er sich mit seinen Skizzen in einer Ausstellung in Toronto das erste Mal der Öffentlichkeit gezeigt. Thema der Ausstellung war: Die Kunst des Göttlichen. Ziel seiner Arbeit ist es, Raum zu definieren. Seine
Zeichnungen sind auch Grundlage bzw. Teil seiner Filme (z.B. Geschwindigkeitsrausch und fliegende Untertassen bzw. Videos (z.B. Aufzug Liebesbrief von der kanadischen Band Sterne).

In der Kampagne „Willkommen in Pankow“ beteiligt sich Martin Deckert mit einer Arbeit im Flüchtlingsheim Weißensee. Auch sie sollen neben all den neuen Zuwanderern aus Europa im Bezirk willkommen geheißen werden. Sein Beitrag ist ein Statement zu vielen aktuellen politischen Debatten. Er will sagen: „Geht hin,
heißt sie willkommen und behandelt sie normal, gebt ihnen Rechte und vor allem das Recht auf Arbeit!! Für seine Arbeit greift er auf einen comicartigen Ansatz zurück. Er möchte Charaktere verschiedene Länder und Nationen porträitieren, ohne in Stereotype zu verfallen. Seine Kunst soll unterhalten.

Martin Deckert

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Rosaana Velasco

Rosaana-Velsaco

Die in Berlin-Weißensee lebende Künstlerin Rosaana Velasco ist gebürtige Mexikanerin. Sie studierte Bildende Kunst an der Kunstakademie Düsseldorf. In ihren Arbeiten drückt sich ihr Umgang mit Farben und verschiedenen Materialien aus. Alltagsgegenstände wie Metall- oder Plastikdeckel, Schraubverschlüsse werden als raffinierte optische Täuschung für großflächige und raumfüllende Installationen eingesetzt und benutzt. Wegwerfartikel werden recycelt und auf der Fläche neu und scheinbar willkürlich angeordnet. Eine Ordnung entsteht erst durch die farbliche Abstufung.

Mit ihrer Deckel-Installation im Myer’s Hotel Berlin möchte Rosaana Velasco die Vielseitigkeit der Kulturen der im Bezirk Pankow lebenden Menschen darstellen. Ihr Werk weist uns darauf hin, dass erst die Zusammenarbeit und der Gemeinsinn aller Pankower ein friedliches und vielfältiges Zusammenleben ermöglichen.

Rosaana Velasco

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Jorge Cortes

Jorge

Jorge Cortes kommt aus Santiago de Chile. Als Künstler baut er musikalische Installationen, in die verschiedene Musikrichtungen und verschiedene musikalische Traditionen aus der ganzen Welt einfließen. Seine Arbeiten sind von Reisen durch Süd-und Nordamerika, Europa und Asien beeinflusst. Er produziert einen eigenen Sound, erstellt übereinanderliegende Klangteppiche.

1997 begann Jorge Cortes unter dem Namen „Cancer“ in der Richtung der elektronische-ambiente-Musik zu arbeiten. Seit etwas sechs Jahren hat er sich musikalisch geöffnet und als Jorge C. neue musikalische Richtungen (House-Tanz-Club) eingeschlagen. Er betreibt ein eigenes Musik-Label, welches ihn von der Musikindustrie unabhängig macht.

Vor zwei Jahren ist er nach Berlin gezogen, hier lebte im Prenzlauer Berg, seit drei Monaten hat ihn der Weg weiter nach Norden in das alte Pankow geführt.

„Für das Projekt „GenauPankow“ nutzte ich Musik und Field-Recordings aus der ganzen Welt, welche ich in den letzten Jahren auf Reisen gesammelt habe. Viele Feldaufnahmen stammen dabei aus Südost-Asien und Lateinamerika, wo ich mit meinem Aufnahmegerät unterwegs war. Andere Aufnahmen konnte ich aus Einrichtungen, wie zum Beispiel dem präkolumbianischen Museum in Santiago de Chile generieren und integrieren. Ausgewählte Segmente habe ich als „Loops“ produziert, zudem greife ich auf Quellen von spezialisierten Musiklabels, wie z.B. Honest Jons, Kindred Spirits, Sublime Frequencies And Awesome Tapes From Afrika Zurück. So kann man in meinem Klangteppich auch viele unterschiedliche Musikstile finden (Jass aus Mali, Tropicalismo aus Mittelamerika, Baile-Funk aus Brasilien, Calypso aus Trinidad, Pop aus Nigeria), welche in dieser Kampagne für die kulturelle Vielfalt im Bezirk Pankow stehen sollte.

Jorge Aufsteller

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