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Robert Rehfeldt - Versuch einer Annäherung

Robert Rehfeldt (1931-1993) war nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges bewusst aus Österreich in die sowjetische Besatzungszone gezogen, um als Künstler am Aufbau einer sozialistischen Ordnung mitzuwirken. Von Ostberlin aus studierte er an der Westberliner Hochschule für Bildende Künste bei Alexander Camaro, Wolfgang Hoffmann und Ernst Fritsch. Seit 1953 arbeitete Rehfeldt als Graphiker, Pressezeichner und Bildjournalist, seit 1963 war er als freischaffender Künstler in Berlin tätig. Rehfeldts Ostberliner Atelier fungierte gleichsam als Archiv und Informationsbüro zur westlichen Kunst, wodurch er zum wichtigen Multiplikator westlicher Kunstentwicklungen wurde. Entscheidende Bedeutung erlangte Rehfeldt als Mailartist. 1961 wurde er Mitglied des internationalen Mailartnetzwerks, nahm 1975 erstmals an einem internationalen Mailartprojekt teil, das von Warschau aus gestartet worden war und veranstaltete 1978 in Ostberlin den ersten Mailartkongreß. Rehfeldt hatte frühzeitig begonnen, seine Aktionen zu archivieren und damit das wichtigste Archiv zur Mailart in der DDR angelegt. Seit 1966 beschäftigte er sich mit Fotografie, Super-8-Filmen und visueller Poesie. Robert Rehfeldt schuf zudem ein beachtliches graphisches Werk, welches erstmals in einem größeren Zusammenhang gezeigt wird. Dennoch will die Ausstellung Rehfeldt nicht auf das eine oder andere festlegen, sondern den künstlerischen Grenzgänger lebendig werden lassen. Dem „Phänomen“ Rehfeldt soll in Gesprächsrunden und Vorträgen nachgegangen werden.


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