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Otto Niemeyer-Holstein

Zeichnungen

Biographie
1896 als Otto Niemeyer in Kiel geboren
1902 - 1914 Elementarschule; Oberrealschule
1914 - 1916 Kriegsfreiwilliger, Ausbildung als Husar in Schleswig, Kriegsverletzung, Lazarettaufenthalte, Rekonvaleszenz in der Schweiz; in dieser Zeit Beginn der eigenen künstlerischen Tätigkeit
1917 auf Anraten des Schriftstellers Werner von der Schulenburg fügte Otto Niemeyer seinem Familiennamen die Bezeichnung seiner landschaftlichen Herkunft hinzu und nannte sich fortan Niemeyer-Holstein
1918 in Ascona lernte er Alexej von Jawlensky und Marianne von Werefkin kennen, die zu wichtigen Anregern wurden
1919 erste Ausstellungsbeteiligung “Künstler von Ascona” im Kunstsalon Wolfsberg in Zürich, Teilnahme an Malkursen bei Arthur Segal in Ascona, später in Berlin
1920 Heirat mit Hertha Langware; für einige Monate Besuch der Kunstakademie Kassel bei Prof. Curt Witte
1921 Geburt des Sohnes Peter
1922 Erste Einzelausstellung in der Galerie Commeter in Hamburg
1923 Begegnung mit Paul Klee und Lyonel Feininger
1924 Gründungsmitglied der Künstlergruppe “Der Große Bär” in Ascona
1925 Scheidung der Ehe; Übersiedlung nach Berlin; Reise nach Frankreich, Kurse an der Académie Ranson, Paris
1927 Ehe mit Dr. Annelise Schmidt
1929 erste umfassende Einzelausstellung in der Berliner “Kunststube”
1930 Bekanntschaft mit Otto Manigk und Herbert Wegehaupt, die künstlerisch anregende Partner und Freunde wurden
1931 / 32 wiederholte Aufenthalte auf Usedom; die Küstenlandschaft wurde zum künstlerischen Hauptthema
1933 Kauf einer Brache zwischen Koserow und Zempin (Lüttenort), wo er anfangs in einem ausrangierten Berliner S-Bahnwagen lebte, der später mit Einzelgebäuden umbaut wurde
1933 - 1945 zurückgezogen auf Usedom; in diesen Jahren keine Personalausstellungen; einige seiner Bilder, die sich in öffentlichem Besitz befanden, gerieten unter NS-Verdikt
1935 Kauf des Seglers “Orion”, bis 1939 Schiffsreisen nach Skandinavien
1937 Geburt des Sohnes Günter
1940 Der nordwestliche Teil der Insel wurde als Lenkwaffen-Versuchsgebiet verschärft bewacht; Errichtung einer Militärkontrolle an der “Insel-Taill”; die jüdische Schwiegermutter wurde in Lüttenort versteckt
1941 der Präsident der Reichskammer der bildenden Künste holte bei der Geheimen Staatspolizei Auskunft über Otto Niemeyer Holstein und seine Ehefrau ein
1943 / 44 Tod des Sohnes Peter als Marine-Fernaufklärer über dem Skagerrak; Niemeyer-Holstein selbst wurde dienstverpflichtet und bei der Reichsbahn zwangsangestellt
1945 die schnelle Besetzung der Insel Usedom durch sowjetische Truppen verhinderte die Aufsprengung der Landenge und die Flutung seines Anwesens
1946 zunehmend Einzelausstellungen und Teilnahme an zentralen Ausstellungen
1953 die Jury zur 3. Deutschen Kunstausstellung in Dresden lehnte alle eingereichten Bilder Niemeyer-Holsteins ab
1954 Ausstellung aus dem Gesamtwerk in der Kunsthalle Mannheim; in den folgenden Jahren Ausstellungen im In- und Ausland
1960 Seereise nach China, es entstanden zahlreiche Ölbilder und Studien
1961 Ausstellung in der Berliner Nationalgalerie, Grußwort von Erich Heckel
1963 Kauf des Diesel-Kutters “Mot-Orion”; Wahl zum Präsidenten der internationalen Ostsee-Biennale
1964 Zuerkennung des Professorentitels
1965 Malreise nach Taschkent, Samarkand und Buchara
1968 Verweigerung einer offiziellen Zustimmungserklärung zur Niederschlagung des “Prager Frühlings”; Ausstellung in Santiago de Chile
1969 korrespondierendes Mitglied der Akademie der Künste der DDR; Ausstellung im Kunstsalon Wolfsberg, Zürich
1970 fortgesetzte Observierung durch den Staatssicherheitsdienst der DDR
1971 Herzinfarkt
1972 Ausstellung im Museo Comunale in Ascona
1974 Nationalpreis für Kunst; Kauf der Windmühle in Benz, Ausstellung in der Galerie Neue Meister, Albertinum Dresden
1975 Ehrenpräsident der Ostsee-Biennale, Ausstellung in Uppsala
1976 die Nationalgalerie Berlin zeigte Arbeiten aus sechs Jahrzehnten, Fernsehfilm “Signiert links unten: Otto Niemeyer Holstein”
1981 Ausstellung aus dem Gesamtwerk in der Kunsthalle Rostock
1982 Fernsehfilm “...und der Strand ist meine große Geliebte”
1984 am 20. Februar 1984 in Lüttenort gestorben; beigesetzt auf dem Friedhof in Benz/Usedom;
Tod Annelise Niemeyers am 5. Oktober 1984
weiterführende Literatur
Otto Niemeyer-Holstein. Mein Tabu. Otto Niemeyer-Holstein
zum 100. Geburtstag.- hrsg. von Rudolf Mayer und Achim Roscher.-
Schriften des Ateliers Otto Niemeyer-Holstein.- Lüttenort 1996

Achim Roscher: Otto Niemeyer-Holstein. Lebensbild mit
Landschaft und Figuren.- Aufbau Verlag Berlin.- Berlin 2001

Katalog: Otto Niemeyer-Holstein. Handzeichnungen.-
Hrsg. Freundeskreis Otto Niemeyer-Holstein.- Lüttenort 2004

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