" ... Die Motive der letzten Jahre stammen ... aus dem Bereich der Leipziger Innenstadt, namentlich der Passagen, die - nicht nur dank Walter Benjamin - zum Inbegriff neuzeitlich-städtischer Lebensform, Lebensträume und Lebensferne geworden sind. Licht und Gegenlicht, Schatten und Schluchten konstituieren diese Bilder. ... Das auf Schwarzweißkontrasten basierende Bildgefüge behält oft eine spielerische Note. Es vermittelt sich das Künstlerische Bewusstsein des Malers, dass Formfragen zentrales Anliegen der bildenden Kunst bleiben.
Die zuweilen geradezu skulpturale Oberflächentextur bricht die Architektur auf, und diese Faktur beruht darauf, dass Ebersbach die Acrylfarbe nicht mit dem klassischen Pinsel des Künstlers aufträgt, sondern mit dem Malerquast und neuerdings gar mit dem Wurzelbesen ... Der Malvorgang kehrt zum Hand-Werk zurück; ... Man könnte dieses Credo als antipodisch zu den Subtilitäten und Intellektualwelten mancher Leipziger Maler deuten, wäre man nicht davon überzeugt, dass Wolfram Ebersbach sich nicht dezidiert gegen etwas oder jemanden positionieren würde, weil sein Anliegen vielmehr darin besteht, seinen eigenen Weg aus sich heraus zu verfolgen: nicht Antithese, sondern eigene Synthese erscheinen als sein Weg und Ziel. ..."
Wolfram Ebersbach wurde 1943 in Zwickau geboren. Von 1966 - 1971 studierte er an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig bei Wolfgang Mattheuer, von 1992 - 2008 lehrte an dieser Hochschule Maltechnik und Perspektive. Seit 1993 lebt und arbeitet Wolfram Ebersbach in Leipzig und Wurzen.
Dr. Bernhard Maaz im Faltblatt zur Ausstellung
2001. Acryl auf Leinwand. 180 x 200 cm
2003. Acryl auf Leinwand. 260 x 200 cm
2008. Acryl auf Leinwand. 180 x 180 cm
2007. Acryl auf Leinwand. 180 x 180 cm
2007. Acryl auf Papier. 53,5 x 56,5 cm
2006. Acryl auf Leinwand. 180 x 180 cm
2006. Acryl auf Leinwand. 200 x 110 cm
2002. Acryl auf Papier. 56 x 56 cm