Die Dreier-Konstellation der an dieser Ausstellung beteiligten Künstlerinnen basiert nicht auf inhaltlichen Absprachen, sondern auf gegenseitigem Interesse an den Themenfeldern und Vorgehensweisen der jeweils Anderen. Bei allen drei Künstlerinnen spielt das Thema Raum auf die eine oder andere Weise eine entscheidende Rolle. Nun ist Raum ein sehr schwieriges Thema, denn bislang weiß niemand genau, was Raum eigentlich ist.1 Wenn man es recht bedenkt, ist Raum, obwohl doch scheinbar eine ganz alltägliche Erfahrung, eine höchst komplexe Angelegenheit, von der die Alltagsweisheit nur sagen kann, daß es sich um eine der Voraussetzungen dafür handelt, um sich als Mensch mit seiner Umwelt in Beziehung zu setzen, egal ob diese nun sozial, kulturell oder topologisch gedacht wird. Vielleicht auch ästhetisch? Die Kunst widmet sich der Frage „Was ist Raum?“ in immer neuen Ansätzen, auch wenn dabei keine endgültigen Antworten gegeben, sondern vielleicht nur neue Fragen aufgeworfen werden, so daß die künstlerische Produktion glücklicherweise beständig weitergehen kann.
Beim künstlerischen Umgang mit dem Thema Raum geht es natürlich nicht nur um das Was sondern auch um das Wie: Wie will ich das Räumliche zeigen? Und hier nun unterscheiden sich die drei Künstlerinnen. Ihre Zugänge sind jeweils individuell und spezifisch.
Plan (Panorama Teil 1). Plan (Panorama Teil 2). Collage und Zeichnung auf Papier. 2010. jeweils 100 x 70 cm
Plan ( Panorama Teil 2). Collage und Zeichnung auf Papier. 2010. 100 x 70 cm
Dichte Lagen. 2009. 100 Kugelschreiber-Zeichnungen auf A4
© Jochen Wermann
Dichte Lage 2/2. 2009. Kugelschreiber-Zeichnung auf A4
© Jochen Wermann
Faltungen. 2008. Tusche auf Transparentpapier. 50 x 70 cm
Faltungen. 2008. Tusche und Acryl auf Papier. 70 x 100 cm