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Sonderausstellung „Wer war Immanuel Kirch? - Eröffnung am 20. Februar 2020

Pressemitteilung vom 14.02.2020

Die Sonderausstellung „Wer war Immanuel Kirch? 125 Kirchengeschichte in Prenzlauer Berg“ wird am Donnerstag, dem 20. Februar 2020 um 19 Uhr das Museum Pankow, Prenzlauer Allee 227/228, 10405 Berlin eröffnet. Die Veranstaltung beginnt im Gemeindesaal, Immanuelkirchstraße 1a (gegenüber dem Museum) und wird anschließend im Ausstellungsraum des Museums fortgesetzt. Neben Grußworten des Bezirksbürgermeisters Sören Benn (Die Linke), der Gemeinderatsvorsitzenden Uta Motschmann und Pfarrer Dr. Mark Pockrandt führen Carolin Böttcher und Bernt Roder in der Ausstellung ein. Die musikalische Umrahmung gestaltet der Chor der Immanuelgemeinde unter Leistung von Kantorin Monika Ellert.
In der Geschichte der Immanuelkirche spiegeln sich die prägenden historischen Ereignisse von 125 Jahren wider. Schon aus der Ferne ist der Kirchturm als stadtbildprägendes Gebäude weithin sichtbar. Durch die original erhaltene Ausstattung im Innern vermittelt das Gebäude heute noch den ursprünglichen Raumeindruck und zählt zu einem besonderen sakralen Baudenkmal aus der Gründerzeit. Die Geschichte der Kirche und ihrer Gemeinde ist eng verbunden mit der städtischen Entwicklung, dem kulturellen Leben im Wins- und Kollwitzkiez und den politischen Ereignissen. Während des Ersten Weltkrieges erlagen auch die Mitglieder der Immanuelkirche der anfänglichen Kriegseuphorie, die bald in Trauer um die vielen »Kriegshelden« umschlug. In der Zeit des Nationalsozialismus war die Kirche Schauplatz der Kämpfe zwischen »Deutschen Christen« und »Bekennender Kirche«. Die Immanuelkirche gehört zu den wenigen Kirchen in Berlin, die im Zweiten Weltkrieg nicht zerstört wurden. In der DDR war die Immanuel-Gemeinde den Repressionen der SED-Regierung ausgesetzt und Sammelbecken für Aktivistinnen und Aktivisten der Friedensbewegung. Die Geschichte der Kirche ist auch verknüpft mit dem künstlerischen Schaffen von Käthe Kollwitz und Ernst Barlach, ebenso wie mit der Musik der Kantoren Richard und Otto Abel. Sogar in Franz Kafkas Notizen taucht die Immanuelkirche auf. Zwischen der Immanuelkirche und dem heutigen Museum Pankow, das im Gebäude der ehemaligen 121. Gemeindeschule für Mädchen untergebracht ist, gab es von Beginn an Berührungspunkte. So war Richard Abel, der Kantor der Immanuelkirche, Lehrer und Konrektor an der vis-à-vis auf der anderen Seite der Prenzlauer Allee gelegenen Mädchenschule. Das Museum Pankow widmet diese Ausstellung der Immanuelkirche und ihrer Gemeinde anlässlich ihres 125-jährigen Jubiläums, das 2018 feierlich begangen wurde. Die Ausstellung ist vom 21. Februar bis zum 13. September 2020 dienstags bis sonntags von 10-18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei
Eine Veranstaltung des Bezirksamtes Pankow von Berlin, Amt für Weiterbildung und Kultur, Fachbereich Museum/Bezirkliche Geschichtsarbeit – Museum Pankow in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Immanuel-Kirchengemeinde, Berlin. Infos Tel.: (030) 90295-3917.