Auftaktveranstaltung zum Blankenburger Süden - Bezirksbürgermeister Sören Benn positioniert sich

Pressemitteilung vom 05.03.2018

Zu der von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen am 3. März 2018 durchgeführten Auftaktveranstaltung zum Entwicklungsgebiet Blankenburger Süden erklärt Bezirksbürgermeister Sören Benn (Die Linke):
“Wir wissen zu schätzen, dass der Senat hier nicht im Geheimen plant, sondern die entwickelten Varianten frühzeitig offenlegt. Die vorgestellten Fachplanungen in ihren Alternativen mit bis zu 10.000 Wohnungen in den nächsten 20 Jahren haben verständlicherweise viele Menschen überrascht. Dies schließt das Bezirksamt Pankow mit ein. Der dringende Wohnraumbedarf ist ebenso unbestritten, wie das theoretische Potential im Nordosten. Letztlich müssen Senat und Abgeordnetenhaus entscheiden, welches Potential sie dort realisieren wollen. Der Bezirk Pankow wird sich in diese Debatte einbringen. Wir werden uns mit Nachdruck dafür einsetzen, dass die verkehrlichen und infrastrukturellen Defizite in den angrenzenden Ortsteilen mit überzeugenden Planungen und Umsetzungen tatsächlich nachhaltig bearbeitet werden. Wir schlagen vor, dass vom Senat ein VorOrt-Büro für die Beteiligungsprozesse eingerichtet wird. Wir gehen davon aus, dass die entstandenen Fragen und Verunsicherungen unverzüglich sowohl mit der Anlage Blankenburg als auch mit den Akteuren aus den Ortsteilen Blankenburg und Heinersdorf nachgearbeitet werden.
Das Volumen der Wohnungsbaupotentiale insgesamt wie im Besonderen jene auf der Anlage Blankenburg betrachten wir mit Skepsis. Wir bleiben bei unserer Überzeugung, dass jeweils nur so viel Wohnungsbau realisiert werden kann, wie verkehrlich, infrastrukturell, städtebaulich und umweltverträglich integrierbar ist. Eine positive Vision für den Stadtraum insgesamt, die über Baumassen hinausgeht, muss erst noch entwickelt werden. Veränderungen für die Nachbarregionen müssen planerisch zu Ende gedacht werden.
Nachdem in den vergangenen knapp zwei Jahren das Prozedere der Bürgerbeteiligung einvernehmlich vereinbart wurde, wird diese Struktur sich nun erst am Inhalt beweisen müssen. Die Karten liegen auf dem Tisch. Nichts ist entschieden. Die Bürgerbeteiligung ist nicht gescheitert, sie steht am Anfang.”