Modulare Bauten und Container zur Flüchtlingsunterbringung in Pankow

Pressemitteilung vom 10.03.2016

Der Senat hat am 23. Februar 2016 über die Standorte für zukünftige Flüchtlingsunterkünfte in Berlin entschieden. Im Bezirk Pankow sollen an neun Standorten Unterkünfte für geflüchtete Menschen errichtet werden. Gegen keine dieser Flächen hat das Bezirksamt Pankow Einspruch erhoben. Bezirksbürgermeister Matthias Köhne (SPD) erklärt dazu „Ich begrüße sehr, dass von Seiten des Senats endlich ein zielgerichteter Plan zur Unterbringung von Flüchtlingen zu erkennen ist. Unser Ziel ist, möglichst bald die Sporthallen freizuziehen und die geflüchteten Menschen, die dort derzeit notdürftig untergebracht sind, verlegen zu können. Dies kann bis zum Sommer gelingen, wenn bis dahin genügend Container bezugsfertig sind und die Zahl der neu ankommenden geflüchteten Menschen nicht wieder größer wird.“ Modulare Flüchtlingsunterkünfte (MUF) sollen an folgenden Standorten errichtet werden: Blankenburger Pflasterweg 101 in Blankenburg, Gustav-Adolf-Str. 67, 74 in Weißensee, Lindenberger Weg 19, 27 in Buch, Wolfgang-Heinz- Str. neben 47 in Buch, Straße 69 in Karow. Die Mittel für die Standorte Lindenberger Weg und Wolfgang-Heinz Straße sind bereits freigegeben, wohingegen die Abstimmungsprozesse über die Fläche der GESOBAU in der Karower Straße 69 noch nicht abgeschlossen sind. Nach Auskunft der GESOBAU soll dies bis Ostern geschehen sein. Für Container-Unterkünfte (tempohome) sind folgende Standorte vorgesehen: Kirchstr. 69, Rosenweg in Rosenthal, Walter-Friedländer-Straße nördlich 19 in Prenzlauer Berg, Greifswalder Straße 80 D in Prenzlauer Berg, Danziger Straße / Kniprodestraße in Prenzlauer Berg. Die Flächen in Prenzlauer Berg werden derzeit vom Senat erneut auf Eignung geprüft. Eine aktuelle Liste der Standorte zur Flüchtlingsunterbringung gibt es auf der Internetseite des Senats unter https://www.berlin.de/rbmskzl/aktuelles/pressemitteilungen/2016/pressemitteilung.448168.php
Geplant ist, dass die Container für drei Jahre als Unterkünfte für Geflüchtete genutzt werden. Für die modularen Bauten sieht der Senat eine Nutzung von bis zu 60 Jahren vor. Eine Nachnutzung als Wohnungen für andere Bevölkerungsgruppen (z.B. Studierende) wird möglich sein. Nach dem Senatsmodell handelt es sich bei den modularen Unterkünften um fünfgeschossige Fertighäuser aus Stahlbeton, die über Einzel- und Doppelzimmer mit Gemeinschaftsküchen und -bädern verfügen, sowie über eigene Schulungsräume. Pro Standort sollen 500 Personen Platz finden. Sobald verlässliche Informationen über Bauabläufe und Betreiber der Unterkünfte vorliegen, wird das Bezirksamt darüber informieren.