Bezirksbürgermeister Matthias Köhne zu den Standorten für Modulare Unterkünfte: „Wer Sporthallen leerziehen möchte, muss sich endlich um Alternativen kümmern“

Pressemitteilung vom 11.02.2016

Aus Presseveröffentlichungen geht hervor, dass der Senat für den Bezirk Pankow zunächst drei Standorte für modulare Unterkünfte für Flüchtlinge plant:
- Lindenberger Weg, 19, 27 in Buch,
- Wolfgang Heinz Str. neben 47 in Buch,
- Siverstorpstraße 9A in Karow.
„Es ist notwendig, dass schnell eine Verständigung über die Standorte erreicht wird. Denn wer Sporthallen leerziehen möchte, muss sich endlich um Alternativen kümmern“, erklärt Bezirksbürgermeister Matthias Köhne. Aus seiner Sicht müssen folgende Kriterien bei der Standortentscheidung eine Rolle spielen:
- regionale Verteilung,
- keine Zielkonflikte mit anderen bezirklichen Planungen (z.B. Gewerbe, soziale Infrastruktur),
- urbane Anbindung.
Das Bezirksamt geht davon aus, dass die beiden Standorte in Buch realisiert werden. Angesichts der in dem Ortsteil bereits vorhandenen und geplanten Unterkünfte hält das Bezirksamt darüber hinausgehende, weitere Standorte in Buch nicht für sinnvoll.
Dies gilt auch für den geplanten Standort in Karow, der vom Bezirk als Vorhaltefläche für dringend benötigte soziale Infrastruktur (Kita, Schule) benötigt wird.
Das Bezirksamt Pankow erwartet vom Senat darüber hinaus, dass die durch neue Flüchtlingsunterkünfte wachsenden Bedarfe vor allem für Schul- und Kitaplätze berücksichtigt werden. Die räumlichen Aufnahmekapazitäten für weitere Willkommensklassen in den vorhandenen Pankower Schulen sind ausgeschöpft. Wer modulare Unterkünfte oder Container aufstellt, muss dort gleichzeitig für Unterrichtsräume sorgen. Die Beschulung der geflüchteten Kinder kann künftig nur noch in den Unterkünften selbst erfolgen. Dafür muss der Senat Vorsorge treffen.