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Ausstellung "Farbspur" in der Galerie im Rathaus Pankow

Pressemitteilung vom 16.11.2010

Die Ausstellung in der Galerie im Rathaus Pankow präsentiert aus dem Bestand der Kommunalen Kunstsammlung grafische Arbeiten, Malerei auf Papier und auf Leinwand von Harald Bethke, Andrea Engelmann, Menno Fahl, Brigitte Fugmann, Dieter Goltzsche, René Graetz, Veronika Hansen, Stefanie Krumbholz, Monika Meiser, Christine Perthen, Henry Stöcker, Gesine Storck, Harald Toppl, Kata Unger, Eva Vent, Martin Wilke und Manfred Zoller.
Im Mittelpunkt der Auswahl steht eine eher abstrakte Formsprache. Kontrastreiche Linien auf farbigen Grund bestimmen Duktus und Stimmung der ausgewählten Arbeiten. Sie entstanden seit 1990 und gehören damit zu den wenigen Arbeiten, die während und nach der Wende erworben wurden oder als Schenkung in die Sammlung Eingang fanden. Die Farbe in diesen Bildern und Blättern verbindet Räume oder setzt sie gegeneinander ab. Pinkfarbener Dreiecke auf blauem Grund, tanzende Insekten über formelhaften Hieroglyphen und rote Kreise, die in ein unendliches Linienlabyrinth gleiten, setzen die verschiedensten Assoziationen frei. Daneben verbreiten bedruckte Köpfe zeitungsstrapazierte Gedankenräume und über aufgereihten Händen ruht ein wachsames Auge. Der farbenfrohe Wochenmarkt wird als gesichtsloses Treiben beschrieben und grotesker Trommelwirbel lenkt die Aufmerksamkeit auf eine andere Gangart.
Über 2.000 Arbeiten von 400 Künstlern befinden sich heute im Bestand der Sammlung. Deren Umfang wuchs, auch durch Schenkungen, zu denen in jüngster Zeit eine Mail Art Ausstellung gehört, stetig. Aus dem Museumsverbund des Bezirksamtes Pankow wurde im Herbst dieses Jahres ein größeres Konvolut von Arbeiten an die Sammlung übergeben. Sie sind damit für Studienzwecke und kunstwissenschaftliche Recherchen leichter an einem Standort zugänglich. Zugleich wird ihre fachgerechte Lagerung gewährleistet. Aber auch aus Anlass des Umzugs von Einrichtungen oder der Aufgabe von Standorten finden sich immer wieder Kunstwerke, welche in die Sammlung aufgenommen werden können. Die Entstehungsgeschichte der Sammlung bis zum Jahr 2006 kann in der Dokumentation Wochenmarkt und Knochengeld nachvollzogen werden, die anhand von einhundert Künstlern und jeweils einer Werkabbildung anschaulich einen Einstieg in die Thematik ermöglicht. In der Galerie Parterre, kann der Katalog zum Preis von 25 Euro erworben werden. Die Ausstellung ist bis zum 31. Mai 2011, Mo – Fr von 9 – 18 Uhr, in der 1. Etage, geöffnet. Der Eintritt ist frei.