"Keine Gewalt" - 20 Jahre Friedliche Revolution - Ausstellung zum Herbst 89

Pressemitteilung vom 16.09.2009

Die Ausstellung „Keine Gewalt“ – 20 Jahre Friedliche Revolution wird vom 23. September – 29. Oktober 2009 im Kultur- und Bildungszentrum Sebastian Haffner, Prenzlauer Allee 227, 10405 Berlin, gezeigt. Geöffnet ist Mo – Fr 8 -18 Uhr, der Eintritt ist frei. Aufgrund ihrer Anschaulichkeit mit einzelnen Inszenierungen ist die Schau besonders geeignet, Schülern die Ereignisse der Friedlichen Revolution nahe zu bringen. Im historischen Teil zum Herbst 1989 „Kirche und Friedliche Revolution“ werden die Ereignisse rund um die Gethsemanekirche erzählt sowie historische Hintergründe und Zusammenhänge beleuchtet. Mehrere Tafeln zeigen, wie sich Christen in der DDR schon lange vor der Revolution für Frieden, Demokratie und Gerechtigkeit einsetzten. Der Ideengeschichtliche Teil „Der Weg der Gewaltlosigkeit“ spannt einen Bogen von der Idee der Gewaltlosigkeit in der Bergpredigt Jesu über Mahatma Gandhi und Martin Luther King bis hin zu weltweiten Beispielen für gewaltfreien Widerstand und die Überwindung von Gewalt. Vier Reihen von Bussitzen mit der Aufschrift „Nur für Weiße“ veranschaulichen die Rassendiskriminierung in den 50er Jahren in den USA und erinnern an den Busboykott in Montgomery, der den Beginn des gewaltfreien Kampfes von Martin Luther King markiert. Eine Tafel gibt einen Überblick über die friedliche Revolution der übrigen ehemaligen Ostblock-Länder.
Mit verschiedenen Inszenierungen stellt die Ausstellung einen erlebensmäßigen Zugang zu den geschichtlichen Ereignissen her. So erinnern eine Kerzeninstallation und ein Transparent an die Mahnwache in der Gethsemanekirche. Eine Installation mit Kirchenbank, Luftmatratzen, Schlafsäcken, Kerzen, den Tagebuchaufzeichnungen der 25 jährigen Initiatorin der Fastenaktion und Original-Ton-Dokumenten von den Fürbittandachten lässt die damalige Atmosphäre erahnen und verdeutlicht den Mut, den Einzelne damals aufbrachten, um für Veränderungen einzutreten. In einem Film werden Interviews mit einem Mitglied der Mahnwache und mit der Initiatorin der Fastenaktion sowie Originalaufnahmen vom Herbst 89 gezeigt. Die Ausstellung ist ein Projekt des Ökumenischen Arbeitskreises Prenzlauer Berg (Berlin). Nähere Infos unter: www.oekumene-im-prenzlauer-berg.de. Sie wurde gefördert durch die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und entstand in Kooperation mit, der Robert-Havemann-Gesellschaft, der Evangelischen Kirchengemeinde Prenzlauer Berg Nord, dem Museumsverbund Pankow und den Schönhauser Allee Arcaden. Weitere Unterstützung kam von der GandhiServe Stiftung, dem Martin-Luther-King-Zentrum (Werdau) sowie Kirchengemeinden in Prenzlauer Berg.