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Kein Alkohol für Kinder Aktion – KafKA



Seit dem 1. September sind sie auf Neuköllns Straßen unterwegs.

Die KAfKA-Mitarbeiter suchen ab sofort die Verkaufsstellen von Alkohol (Tankstellen, Kioske, Supermärkte etc.) im Bezirk auf. Im Gespräch mit Verkaufspersonal/Geschäftsführer/Eigentümer sollen diese auf die besonderen Gefahren von Alkohol für Kinder und Jugendliche sensibilisiert werden, Hinweise auf die Gesetzeslage (Jugendschutz-gesetz) erhalten und im Sinne der Selbstverpflichtung einbezogen werden




Stefanie Vogelsang, Neuköllns Gesundheitsstadträtin und stellvertretende Bürgermeisterin: „Es vergeht kaum ein Tag, an dem in Berlin nicht Kinder oder Jugendliche in volltrunkenem Zustand von der Polizei aufgegriffen und zur Ausnüchterung und medizinischen Betreuung ins Krankenhaus gebracht werden. Seit dem Alkohol-Tod eines 16-Jährigen vor eineinhalb Jahren, als alle entsetzt aufgeschrien und Gegenmaßnahmen gefordert haben, ist die Situation kein bisschen besser geworden. Grundsätzlich ansetzen muss man in diesem Zusammenhang natürlich in der Erziehung und Aufklärung der Kinder und Jugendlichen. Aber es wird dauern, bis man da einen Verhaltenswandel bewirkt, bis Saufen nicht mehr als cool gilt. Was wir aber jetzt, ganz konkret und kurzfristig, tun können, ist, den Zugang zu Schnaps und Bier und Alcopops so schwierig wie möglich zu machen. Darum habe ich das Projekt KAfKA initiiert.

Die Idee zu KAfKA wurde von der Bequit Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft zu einem ÖBS-Projekt ausformuliert (ÖBS = Öffentlicher Beschäftigungssektor). In diesem Rahmen wird ein Beschäftigungszuschuss i. H. v. 75 % vom Jobcenter sowie eine Kofinanzierung i. H. v. 25 % (insgesamt also 100 %) für die Beschäftigung von Langzeitarbeitslosen mit Vermittlungshemmnissen inkl. Sachkostenzuschuss gezahlt. Das Bruttoeinkommen orientiert sich am tariflichen oder ortsüblichen Einkommen (je nach Art der Tätigkeit) und beträgt mindestens 1.300,- €.

Ganz wichtig: Es muss ein öffentliches Interesse an der Tätigkeit/dem Projekt bestehen.

In einer mehrwöchigen Qualifizierungsphase hat die Fachstelle für Suchtprävention im Land Berlin die KafKA-Mitarbeiter fit gemacht bzgl. Gesprächsführung, Rechtsgrundlagen, thematische Grundlagen (Wirkung von Alkohol etc.) sowie die Entwicklung von Checklisten und Dokumentationsbögen.

Stefanie Vogelsang: „Wir müssen das Jugendschutzgesetz durchsetzen, aber nur mit starken Ansagen kommen wir nicht weiter, weil wir das nicht rund um die Uhr kontrollieren können. Wir müssen also die, die Alkohol verkaufen, für ihre Verantwortung sensibilisieren, aber natürlich auch deutlich auf die Gesetzeslage hinweisen. KAfKA ist da ein guter Ansatz, um direkt, im persönlichen Gespräch, an die Verkäufer in Kiosken, Tankstellen und anderen Läden heranzukommen.“

Kontakt

Bezirksamt Neukölln von Berlin
Planungs- und Koordinierungsstelle

Blaschkoallee 32
12359 Berlin


Stadtplan

Postanschrift:
Karl-Marx-Str. 83
12040 Berlin

Frau Grimm

Tel.: 90239 2258
Fax: 90239 2886

Fahrverbindungen

U-Bahnhöfe:
U Blaschkoallee:
U7

Bus-Haltestellen:
Riesestr.:
170
U Blaschkoallee:
170

  
 
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