Ehrung zum 100. Todestag von Hermann Boddin
Pressemitteilung
Berlin, den 27.06.2007
Am Freitag, dem 6. Juli 2007, um 18 Uhr, findet in Anwesenheit des Bezirksstadtrats für Bildung, Schule, Kultur und Sport, Herrn Wolfgang Schimmang, im Museum Neukölln eine feierliche Ehrung für Hermann Boddin (1844-1907) statt, dessen Todestag sich zum 100. Mal jährt.
Die Festrede hält Herr Professor Horst Bosetzky.
Hermann Boddin diente der Gemeinde und späteren Stadt Rixdorf in 33-jähriger Amtsausübung als Amts- und Gemeindevorsteher (1874-1899), erster Bürgermeister (1899-1902) und schließlich Oberbürgermeister (1902-1907). Sein Leben war gekennzeichnet durch Tatkraft und Umsicht, klare Entscheidungen und Kampf für das Gemeinwohl in steter Auseinandersetzung mit dem Magistrat von Berlin. Während seiner langen Amtszeit wandelte sich das Gesicht der durch die Vereinigung von Deutsch- und Böhmisch - Rixdorf gebildeten neuen Gemeinde (1874) grundlegend. Rixdorf entwickelte sich durch den Gründerzeitboom zur Großstadt. Der massenhafte Zuzug ärmerer Bevölkerungsschichten verschärfte jedoch auch die sozialen Probleme in bisher nie gekanntem Ausmaß. Boddin kämpfte für einen Lastenausgleich und die Aufnahme Rixdorfs in den Groß Berliner Stadtverband. Zugleich sorgte er für den großzügigen Stadtausbau mit allen Einrichtungen, die für ein modernes Gemeinwesen erforderlich waren. Viele öffentliche Bauten (Rathaus, Amtsgericht, Gasanstalt, Schulen, Magdalenen-Kirche) entstanden unter seinem Wirken. Nach ihm wurden die
Boddinstraße, der Boddinplatz und das Rieselgut Boddinsfelde benannt.
Boddin wurde 1844 in Gransee/Ruppin geboren und starb am 23. Juli 1907 in Rixdorf plötzlich und unerwartet. Auf dem Städtischen Friedhof in der Buschkrugallee 38 befindet sich seine letzte Ruhestätte. Sie ist eine Ehrengrabstätte des Landes Berlin.
Weitere Informationen erteilt Bärbel Ruben, Museum Neukölln,Tel: 902392535/ -3730.
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