Aktionsraum Nord-Neukölln / Netzwerkfonds

Einblick in die Projekte

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Mit der Initiative “Aktionsräume plus” reagierte der Senat auf die Ergebnisse des Monitorings Soziale Stadtentwicklung 2008 und 2009. In den Untersuchungen wurde deutlich, dass sich die Problemlagen in fünf großräumigen Gebieten Berlins konzentrieren. Der Senat setzte auf eine integrierte Stadtpolitik, d.h. auf eine ressort- und ebenenübergreifende Planung, die Ressourcen fokussiert, bündelt und die Vernetzung der am Lösungsprozess Beteiligten stärkt.

Im Ergebnis wurden 2010 fünf “Aktionsräume plus” ausgewiesen: Kreuzberg-Nordost, Wedding / Moabit, Spandau-Mitte, Nord-Marzahn / Nord-Hellersdorf und Neukölln-Nord. Aus den Mitteln der Sozialen Stadt können hier Maßnahmeansätze etabliert werden, wenngleich diese auch nicht in den eigentlichen Quartiersmanagement-Kulissen liegen. Die Schwerpunkte in der Arbeit liegen insbesondere in der Bildung junger Menschen und in der Verbesserung der Chancengleichheit. Zum Start 2010 wurde die Kulisse mit der Bezeichnung Aktionsraum Plus Nord-Neukölln eingerichtet. Das „plus“ entfiel mit der neuen EU-Förderperiode 2014 – 2020.

Der Aktionsraum Nord-Neukölln umfasst die fünf Bezirksregionen Schillerpromenade, Neuköllner Mitte/Zentrum, Reuterstraße, Rixdorf und die Köllnische Heide. Insgesamt leben rund 154.000 Menschen in diesen Quartieren. Dies entspricht etwa der Hälfte der Gesamtbevölkerung Neuköllns. Die Außengrenzen sind das Tempelhofer Feld, die Bezirkgrenzen zu Friedrichshain-Kreuzberg und Treptow. Im Süden wird der Aktionsraum durch die Stadtautobahn A100 begrenzt.

Projekte, die im Aktionsraum umgesetzt werden, werden über den Netzwerkfonds finanziert. Dieses Programm setzt auf die Zusammenarbeit aller relevanten Akteure im Aktionsraum im Rahmen eines Netzwerks. Dazu zählen alle Ebenen und Ressorts der Bezirks- sowie der Senatsverwaltungen, öffentliche und private Institutionen. Durch einen fachübergreifenden regelmäßigen Austausch können Probleme leichter adressiert und Fördermittel zielgerichteter eingesetzt werden. Die Zusammenarbeit der Akteure wird erleichtert und sozialräumlichen Herausforderungen kann schnell und unbürokratisch begegnet werden – auch über Quartiersgrenzen hinweg. Ziel ist die Übernahme von Verantwortlichkeit in Regelstrukturen.