Auszug - Impfschutz  

 
 
23. öffentliche Sitzung des Gesundheitsausschusses
TOP: Ö 6
Gremium: Gesundheitsausschuss Beschlussart: mit Änderungen im Ausschuss beschlossen
Datum: Di, 19.01.2016 Status: öffentlich
Zeit: 17:00 - 19:00 Anlass: ordentliche Sitzung
Raum: Wetzlar-Zimmer (Raum A 203)
Ort: Karl-Marx-Str. 83, 12040 Berlin
1450/XIX Impfschutz
   
 
Status:öffentlich  
 Ursprungaktuell
Initiator:SPDBA/JugGes
  Liecke, Falko
Drucksache-Art:AntragVorlage zur Kenntnisnahme - SB
 
Beschluss

Bei Enthaltung der CDU

 

Frau Gebhardt erläutert ihren Antrag zur Drucksache 1450/XIX „Impfschutz“. Anschließend führt Herr BzStR Liecke aus, dass es für ihn nicht nachvollziehbar ist, aus welchen Gründen gerade die Masernimpfungen entfallen, da er diesen Impfschutz für äußerst wichtig hält. Herr Dr. Morawski macht deutlich, dass seitens des Gesundheitsamtes immer der vollständige Impfumfang gemäß der STIKO-Empfehlungen gefordert wurde und wird. Der überwiegende Teil der Asylsuchenden verfügt über keinen Impfpass. Sie gelten daher als ungeimpft. Deshalb wird auf dem Gelände des LaGeSo eine Zentrale Impfstelle für Asylsuchende von der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Berlin im Auftrag des LAGeSo betrieben. Registrierte Asylsuchende, die Berlin zugewiesen werden, erhalten hier eine Impfberatung sowie bei fehlendem Impfschutz ein Impfangebot gemäß Empfehlungen der STIKO. Derzeit werden nach Mitteilung der AG Medizinische Versorgung für Asylsuchende Erwachsene vorrangig gegen Masern-Mumps-Röteln und Tetanus-Diphtherie geimpft. Diese Erstimpfungen müssen jedoch durch Folgeimpfungen vervollständigt werden. Dies stellt jedoch ein Problem dar, denn es gibt keine zentrale Registrierung der Impfungen, so dass die Gesundheitsämter einen Überblick darüber haben, ob der vollständige Impfschutz gemäß STIKO Empfehlungen gegeben ist bzw. welche Folgeimpfungen noch erforderlich sind. Da die registrierten Flüchtlinge auf Unterkünfte in ganz Berlin verteilt werden und auch dort eine starke Fluktuation herrscht, ist es für den öffentlichen Gesundheitsdienst nicht möglich einen Impfbedarf für den Einzelnen zu erfassen. Abgesehen davon gibt es noch immer eine Vielzahl von nicht registrierten Flüchtlingen, die sich in Berlin aufhalten. Hinzu kommt, dass dem in Rede stehenden Personenkreis das medizinische Versorgungssystem inklusive der Impfungen oft nicht bekannt ist. Daher ist es geplant Impfaufklärungen in verschiedenen Sprachen zu übersetzen und den Geflüchteten auszuhändigen.

 

Herr BzStR Liecke macht deutlich, dass er keine Möglichkeit sieht den Antrag erfolgreich umzusetzen.

 

Im Folgenden stellt Frau Gebhardt den Antrag mit folgendem Ergebnis zur Abstimmung: Die Fraktionen der SPD, der Grünen und der Piraten stimmen dem Antrag zu. Gegenstimmen gibt es keine. Die CDU Fraktion enthält sich. Der Antrag ist somit beschlossen.

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