Projekt Intercultural Cities

Viele bunte Flaggen
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„Intercultural Cities” – Ein Projekt des Europarates und der Europäischen Kommission zur Förderung und Unterstützung der Bemühungen von Kommunen um kulturelle Vielfalt

Der Bezirk Neukölln beteiligt sich als einzige Kommune Deutschlands seit 2008 als Pilotpartner an dem Projekt „Intercultural Cities“, das vom Europarat und der Europäischen Kommission initiiert wurde. Das Projekt wird aus dem EU-Programm KULTUR 2007 finanziert. Im vergangenen Jahr nahmen insgesamt 21 Städte in Europa an „Intercultural Cities“ teil. Ziel von „Intercultural Cities“ ist, die kulturelle Vielfalt und die interkulturelle Integration in den Städten Europas durch den Austausch von Erfahrungen und Lösungsansätzen zu fördern. Die beteiligten Städte erarbeiten gemeinsam mit der Europäischen Union eine Strategie, um die Vielfalt der Kulturen für das Gemeinwesen nutzbar zu machen.

Der multiethnische Bezirk Neukölln leistet seit Jahren mit innovativen Modellprojekten einen Beitrag zur sozialen Integration von Menschen aus unterschiedlichen Kulturen. Das bürgerschaftliche Engagement wird gefördert und eine nachhaltige Stadtentwicklungspolitik betrieben. Durch die Schaffung produktiver struktureller Rahmenbedingungen sollen Familien mit Migrationshintergrund dabei unterstützt werden, sich in das Gemeinwesen einzubringen. Mehrsprachigkeit und kulturelle Vielfalt sollen als Chance, nicht als Bedrohung für das Zusammenleben im Bezirk begriffen werden.

Die „interkulturelle Stadt Neukölln“ wurde vom Europarat als gutes Beispiel für eine gelungene Integrationspolitik ausgewählt. Im Mai 2011 besuchte ein dreiköpfiges Expertenteam im Auftrag des Europarates den Bezirk. Dabei lernten sie erfolgreiche Projekte wie die „Stadtteilmütter“ oder die Arbeit der Quartiermanagements kennen. Obwohl bei der beruflichen Teilhabe von Migranten – auch im öffentlichen Dienst – Nachholbedarf festgestellt wurde, beurteilten die Experten besonders die partizipartorischen Projekte sehr positiv. Im Oktober 2011 kam eine Delegation der schwedischen Stadt Botkyrka nach Neukölln.
Den Rechenschaftsbericht des dreiköpfigen Expertenteams des Europarats

Ansprechpartner/innen im Bezirksamt Neukölln von Berlin

  • Verwaltung des Bezirksbürgermeisters, Europabeauftragte
    Cordula Simon, Tel. +49 30 90239 2592
    E-Mail
  • Verwaltung des Bezirksbürgermeisters, Migrationsbeauftragter
    Arnold Mengelkoch, Tel. +49 30 90239 2951
    E-Mail