Insgesamt wurden von 2007 bis 2010 254 migrantische Frauen überwiegend türkischer und arabischer Herkunft zu Stadtteilmüttern in den Neuköllner Quartiersmanagementgebieten zu Themen wie Erziehung, Bildung, Gesundheit und Sprache ausgebildet. 70 sind derzeit aktiv. Der überwiegende Teil der Frauen ist im Rahmen einer Beschäftigungsmaßnahme tätig, ein kleiner Teil auf Honorarbasis. Durch die Ausbildung haben die Frauen Selbstvertrauen und in ihrer eigenen community auch eine starke Vorbildfunktion erlangt.
Das neu erworbene Wissen geben die Stadtteilmütter an migrantische Familien mit Kindern zwischen 0-6 Jahren und seit 2009 zudem an die Altersgruppen bis zu 12 Jahren bei Hausbesuchen weiter. Hierfür werden sie zum Thema Grundschule weiterqualifiziert.
Damit sind die Stadtteilmütter Türöffner für Familien, die sich in ihre communitiy zurückgezogen haben und anders nicht erreicht werden können. Eine enge Zusammenarbeit mit den örtlichen Kindertagesstätten und Schulen ist damit unerlässlich. Ziel ist die Zusammenarbeit mit den Kitas, Elterncafes, den Schulstationen und den Lehrern, um auch die nachhaltige Anbindung der besuchten Familienmütter an außerhäusliche Angebote zu fördern. Eine enge Kooperation mit Erziehern und Lehrer erleichtert den Stadtteilmüttern die Zusammenarbeit mit den Eltern.
Von 2007 bis 2010 wurden über 4.000 Familien in Nord-Neukölln und in der Gropiusstadt durch die Stadtteilmütter besucht. Ziel ist es in den Jahren 2011 und 2012 weitere 3.000 Familien in Nord-Neukölln und der Gropiusstadt durch Hausbesuche zu erreichen und weitere 50 Stadtteilmütter auszubilden.
Das Integrationsprojekt verlangt nach starken Kooperationspartnern, die sich zunächst für weitere zwei Jahre – bis 2012 – verpflichtet haben. Diese sind das Bezirksamt Neukölln, die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales und die gemeinsame Einrichtung (gE) JobCenter Berlin-Neukölln.
Träger des Projektes ist das Diakoniewerk Simeon gGmbH (ehem. Diakonische Werk Neukölln-Oberspree e.V.).
Die Gesamtkosten belaufen sich seit 2007 auf rund 9,2 Mio. Euro.
Bezirksbürgermeister Buschkowsky:
„Die Stadtteilmütter sind ein Exportschlager. Inzwischen zehnmal national und international ausgezeichnet sind sie ein lebendes und pragmatisches Beispiel gelebter Integrationsarbeit vor Ort. 4.000 überwiegend türkische und arabische Familien mit über 10.000 Kindern haben sich von den Stadtteilmüttern beraten und führen lassen. Viele haben durch sie den Weg in einen Sprachkurs oder die Kinder den Weg in die Kindertagesstätte gefunden.“
Kontakte:
Bezirksamt Neukölln / Quartiersmanagement: Frau Hermanns, Tel.: 90239-3932,
E-Mail: anna.hermanns@bezirksamt-neukoelln.de
Fachbereichsleiterin Diakoniewerk: Alix Rehlinger, Tel.: 68 24 77 17
E-Mail: a.rehlinger@diakoniewerk-simeon.de
Projektleiterin: Maria Macher, Tel.: 90239-4185
E-Mail: m.macher@diakoniewerk-simeon.de





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