Quartiersmanagement ist ein Instrument im Rahmen der Städtebauförderung, um negativen Entwicklungen dort entgegen zu wirken, wo sich die soziale Lage zunehmend und konzentriert verschlechtert hat.
Seit dem Jahr 1999 wurden in Anpassung der sich verändernden Sozialstrukturdaten (hohe Arbeitslosigkeit, Kinderarmut, hohe Fluktuation, fehlende Nachbarschaften, hoher Migrantenanteil und starke Bildungsferne) insgesamt 11 Quartiersmanagementgebiete in Neukölln eingerichtet: 10 davon liegen im Norden, das 11. Gebiet liegt etwas südlicher in großen Teilen der Gropiusstadt.
Insgesamt leben in diesen Gebieten rund 120.000 Menschen, das ist mehr als ein Drittel der gesamten Bevölkerung Neuköllns.
Das Quartiersmanagement im Rahmen des Bund-Länder-Programms Die soziale Stadt – Zukunftsinitiative Stadtteil, hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese Gebiete aufzuwerten und eine dauerhafte Verbesserung der Situation zu erreichen, um so zu einer Stabilisierung beizutragen.
Ziel des Quartiersmanagements ist eine nachhaltige Verbesserung und Stabilisierung dieser Gebiete durch Bündelung und effizienten Einsatz der Ressourcen, vor allem auch der unterschiedlichen Fördermittel. Es geht hierbei nicht um die Alleinverantwortung des Staates, sondern um Hilfe zur Selbsthilfe und um Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements.
Und WIE funktioniert Quartiersmanagement?
Durch den Einsatz von Fördermitteln und mit Beteiligung der Menschen vor Ort werden gemeinsame Strategien für das Quartier entwickelt und durch eine Vielzahl von Projekten wird ausprobiert, ob dies zu verbesserten Lebensbedingungen führt. Auf diesem Weg konnte bereits viel Positives erreicht werden. Die praktische Förderung von Integration und Bildung durch beispielsweise den Aufbau von Bildungsverbünden oder den Bau von Jugendclubs, dem Ausbau verbesserter Schulangebote, die Schaffung zahlreicher Sprachförderungen oder die Unterstützung der Elternarbeit - vieles mehr ist in den Quartieren entstanden und sorgt so für lebens- und liebenswertere Kieze.
In den 11 Neuköllner Gebieten gibt es Vorort-Büros, in denen Quartiersmanager sich um die Belange, Sorgen und Nöte im Quartier kümmern und eng mit der Bezirksverwaltung und den lokalen Akteuren im Gebiet zusammenarbeiten.
Das Aufgabenspektrum in den Quartieren ist groß: von der Bewohneraktivierung über die Stadtteilkoordination (Vernetzung unterschiedlicher Interessengruppen und Akteure sowie dem Aufbau von Kooperationen zwischen Institutionen, Initiativen, Unternehmen, Wohnungsbaugesellschaften) bis hin zur Initiierung und Begleitung von Projekten, ob baulich/räumlich, sozial, kulturell oder ökonomisch ausgerichtet.




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