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Neukölln hat verdienten Frauen ein Zeichen gesetzt!


1996 wurde auf den sogenannten Rudower Feldern im Süden Neuköllns ein komplettes Neubaugebiet mit rund 1700 Wohnungen fertig gestellt. Das Bezirksamt Neukölln beschloss, alle Straßen, Plätze und Wege dieses Wohngebietes nach Frauen zu benennen. Dem Beschluss waren aufgeregte Diskussionen vorausgegangen, denn die Gegner der Initiative hatten angezweifelt, ob es genügend würdige weibliche Persönlichkeiten gäbe, die als Namenpatroninnen geeignet wären.

Umso bemerkenswerter ist es, dass sich die engagierten Frauen doch gegenüber den Neuköllner "Platzhirschen" (so titelte die Presse damals) durchsetzen konnten. Damit ist in Neukölln das erste namentliche "weibliche" Wohnviertel Deutschlands entstanden, in dem alle 20 Straßen, Plätze und Wege nach Frauen benannt sind.

Geehrt wurden 19 Frauen, die sich um Neukölln, Berlin und Deutschland verdient gemacht haben. Auch den Müttern des Grundgesetzes Helene Weber, Helene Wessel, Elisabeth Selbert und Friederike Nadig hat man mit Straßenbenennungen im Frauenviertel Rudow ein Denkmal gesetzt.

In Neukölln sind Frauen sichtbar aus den Schatten bedeutender Männer herausgetreten, denen sie in nichts nachstehen. Wegweisende Weiblichkeit hat sich nun auch bei der Benennung des Neubaugebietes durchgesetzt – denn für die einen war es schon immer das Frauenviertel Rudow und für die anderen die Gartenstadt Rudow. Er mit der Veröffentlichung im Amtsblatt im Jahr 2006 wurde die Bezeichnung „Frauenviertel Rudow“ rechtskräftig.

Aufgrund der großen öffentlichen Beachtung, auch über die Grenzen Berlins hinaus, wurde eine Wanderausstellung konzipiert. Auf 20 Stoffbahnen sind die Portraits und Biografien der 19 wegweisenden Namensgeberinnen zu sehen. 150 Jahre Frauengeschichte in Neukölln werden dort präsentiert. Zur Ausstellung ist eine Broschüre erschienen, die im Gleichstellungsbüro erhältlich ist.

Wanderausstellung "Wegweisend die Namensgeberinnen des Frauenviertels"
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Die Namensgebung ist eine Ehrung für all die Frauen, die seit Ende des 19. Jahrhunderts das politische Bild unserer Zeit und das unserer Eltern und Großeltern beeinflusst haben. Geehrt werden 19 Frauen unterschiedlichster politischer und religiöser Richtungen. Von Ottilie Baader, die 1900 von den sozialdemokratischen Frauen zu ihrer Vertrauensfrau gewählt wurde, über Mathilde Vaerting, Professorin für Erziehungswissenschaften, bis zu den Müttern des Grundgesetzes und den Ursulinen.
Inzwischen ist das Frauenviertel weit über den Bezirk Neukölln bekannt. Die Führungen mit der Autorin Claudia von Gélieu erfreuen sich großer Resonanz und das Interesse an den Namensgeberinnen ist groß. Viele Menschen möchten mehr über diese Persönlichkeiten und ihre Zeit erfahren.
Zum Internationalem Frauentag 1999 konnte über die Namensgeberinnen des Frauenviertels eine Ausstellung eröffnet werden. Auf 20 Stoffbahnen sind die Portraits und Biografien der 19 wegweisenden Namensgeberinnen zu sehen. Es kommen 150 Jahre Frauengeschichte zusammen.

Die Ausstellung ist so konzipiert, dass sie mit wenig technischem und räumlichem Aufwand an vielen Orten gezeigt werden kann. Die Portraits der Frauen sind auf Bahnen aus helllila Polysatin in den Maßen 60 x 180 cm gedruckt, an Acrylleisten aufgehängt und können aufgerollt leicht in einer Plakatrolle transportiert und versandt werden.

Die Ausstellung kann bei der Neuköllner Gleichstellungsbeauftragten – Sylvia Edler - gegen eine Aufwandsentschädigung von 50,00 € ausgeliehen werden. Die Versand- und Versicherungkosten sind selbst zu tragen.
Zur Ausstellung ist eine Broschüre erschienen, die gegen eine kleine Spende für eine Neuauflage erworben werden kann.

Mehr Informationen bei der Neuköllner Gleichstellungsbeauftragten



Kontakt

Bezirksamt Neukölln von Berlin
Karl-Marx-Str. 83
12043 Berlin
Stadtplan und Verkehrsverbindung

Gleichstellungs-
beauftragte

Sylvia Edler

Tel: 90239 3555
Fax: 90239 2445
E-Mail

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Do 16.00 Uhr - 18.00 Uhr
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