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„Intercultural Cities - Ein Projekt des Europarates und der Europäischen Kommission zur Förderung und Unterstützung der Bemühungen von Kommunen um kulturelle Vielfalt“

Logo Intercultural Cities

Der Bezirk Neukölln von Berlin nimmt als einzige Stadt Deutschlands gemeinsam mit 11 anderen europäischen Städten von 2008 bis 2009 als Pilotpartner an dem Projekt „Intercultural Cities“ des Europarates und der Europäischen Kommission teil.
Am 18. und 19. Februar 2008 besuchte eine dreiköpfige Expertengruppe des Europarates Neukölln und überzeugte sich in Gesprächen mit der politischen, bürgerschaftlichen und Verwaltungsebene von den Aktivitäten, die im Bezirk Neukölln bereits zur Förderung der kulturellen Vielfalt unternommen werden, mit dem Ergebnis, dass Neukölln als Projektpartner ausgewählt wurde. Einen ausführlichen Bericht über den Besuch und dessen Resultate finden Sie hier.

Das Projektziel


Das Projekt „Intercultural Cities“ hat das Ziel, die Bemühungen der teilnehmenden Städte um kulturelle Vielfalt und interkulturelle Integration durch Austausch von guten Praktiken und Lösungsansätzen zu fördern und zu unterstützen. Es baut auf den Erfahrungen und Erfolgen von Kommunen auf, die bereits beachtliche interkulturelle Beiträge vorzuweisen haben.

Warum Neukölln als Projektpartner?


Berlin-Neukölln ist ein multiethnischer Bezirk mit über 300.000 Einwohnern aus über 160 verschiedenen Nationen. Der Bezirk nimmt seine kulturelle Verantwortung als europäische Großstadt wahr und leistet seit mehreren Jahren mit innovativen Modellprojekten einen Beitrag zur gesellschaftlichen Integration von Menschen unterschiedlicher Kulturen, zur nachhaltigen Stadtentwicklung und zur Förderung des bürgerschaftlichen Engagements.

Das Bestreben liegt darin, günstige strukturelle Rahmenbedingungen zu schaffen, um die Öffnung der migrantischen Familien zur Mehrheitsgesellschaft zu fördern, und so Separierungstendenzen und der Bildung von Parallelgesellschaften entgegenzuwirken. Ziel ist es, die Menschen im Bezirk dabei zu unterstützen, eine Form des Zusammenlebens zu finden, in der kulturelle Vielfalt, der interkulturelle Dialog und die Mehrsprachigkeit als Chance begriffen und gelebt werden.

Das Modellprojekt „Stadtteilmütter“, das Engagement der Neuköllner Bürgerstiftung, die Arbeit der Quartiersmanagementbüros, die interkulturelle Jugend- und Bildungsarbeit, die an den Schulen, von Vereinen und Trägern im Bezirk geleistet wird, die vielfältigen Kunst- und kulturellen Aktivitäten, die einen Beitrag zur „Interkulturellen Stadt Neukölln“ leisten, haben den Europarat bewogen, Neukölln als Beispiel der guten Praxis und als Partner für den europaweiten Austausch zu nominieren.

Die Vision Neuköllns als interkulturelle Stadt



Mit dem Slogan „BE BERLIN, BE NEUKÖLLN, BE DIFFERENT - SEI BERLIN, SEI
NEUKÖLLN, SEI ANDERS“ überschreibt der Berliner Stadtbezirk seine Vision als
interkulturelle Stadt.  mehr »

Auftaktkonferenz in Liverpool


Am 3. Mai 2008 fand in Liverpool die Auftaktkonferenz für das Projekt statt, bei der die beteiligten Städte Lyon (Frankreich), Greenwich (Großbritanien), Reggio Emilia (Italien), Nêuchatel (Schweiz), Lublin (Polen), Subotica (Serbien), Melitopol (Ukraine), Izhevsk (Russland), Patras (Griechenland) und Berlin-Neukölln erstmals zusammentrafen.

Besuch einer Delegation des Europarates in Neukölln im Juli 2008


Eine vierköpfige Delegation des Europarates und der griechischen Stadt Patras besuchte vom 9. bis 11. Juli 2008 verschiedene Organisationen und Projekte der interkulturellen Arbeit in Neukölln. Im Rahmen des Austausches von Beispielen der guten Praxis standen unter anderem das Türkisch-Deutsche Zentrum, das Gemeinschaftshaus Morus 14, das Projekt „Mitmachzirkus“, die Stadtteilmütter, das Neuköllner Mehrgenerationenhaus, das Interkulturelle Elternzentrum „Am Tower“, die Neuköllner Volkshochschule und das Projekt „Campus Rütli“ auf dem Programm.
Panagiotis Kitrou, Vizebürgermeister von Patras, und seine Kollegen zeigten sich tief beeindruckt von den vielen Initiativen und Projekten in Neukölln, deren Anregungen er mit nach Hause nehmen will. „Neukölln ist der Blick in die Zukunft vieler Städte in Europa und der ganzen Welt, die von Migration geprägt sein werden. Die Interkulturalität, die hier bereits Normalität ist, wird in einigen Jahren die Realität vieler Städte sein.“, resümierte Phil Wood, Experte des Europarates.


Konferenz in Reggio Emilia und Viarreggio im September 2008

Vom 16. bis 21. September 2008 fand im Rahmen des Intercultural Cities Projektes ein Studienbesuch in der Projektpartnerstadt Reggio Emilia und eine Konferenz über "Politische Steuerung und bürgerschaftliches Engagement in der interkulturellen Stadt" in Viareggio statt.
Die Neuköllner Europabeauftragte Franziska Giffey und der Migrationsbeauftragte Arnold Mengelkoch nahmen für Neukölln teil und stellten das Neuköllner Projekt "Stadtteilmütter" und die Arbeit in den Neuköllner Quartiersmanagementgebieten vor. Die Vertreter aus den Projektpartnerstädten besuchten verschiedene interkulturelle Gemeindezentren, eine Vorschule mit interkulturellem Ansatz, das interkulturell ausgerichtete Krankenhaus, ein Kunst- und
Kulturzentrum und ein Quartiersmanagementgebiet in Reggio Emilia. Auch für Neuköllns interkulturelle Strategie lassen sich interessante Ansätze von der italienischen Partnerstadt ableiten.

Neuköllns interkulturelle Aktivitäten


Das Bezirksamt Neukölln von Berlin hat anhand eines Analyserahmens des Europarates eine Bestandsaufnahme über die interkulturellen Aktivitäten im Bezirk erstellt. Das Papier gibt einen guten Überblick über die Schritte die Neukölln bereits unternommen hat, um eine interkulturelle Stadt zu werden.
Darauf aufbauend wird ein Aktionsplan für die Fortentwicklung der interkulturellen Strategie Neuköllns erarbeitet werden.

Das Dokument steht hier zum Download zur Verfügung.

Wie geht es weiter?


Der Bezirk Neukölln wird bis Ende 2009 im Austausch mit den anderen Städten des Intercultural Cities Projektes und mit Unterstützung des Europarates eine Strategie für die interkulturelle Stadt Neukölln erarbeiten.

Vertreter der Neuköllner Bezirksverwaltung, von Nichtregierungsorganisationen und der Zivilgesellschaft werden in diesen Prozess einbezogen werden und in verschiedenen Modulen diese interkulturelle Strategie erarbeiten. Themen werden hier unter anderem die interkulturelle Jugend- und Bildungsarbeit, Kultur als integrativer Faktor, ethnische Ökonomie, die interkulturelle Öffnung der Verwaltung und bürgerschaftliches Engagement sein.

Ansprechpartner im Bezirksamt Neukölln von Berlin


Verwaltung des Bezirksbürgermeisters, Europabeauftragte
Cordula Simon, Tel. 90239 2592, E-Mail Cordula.Simon@bezirksamt-neukoelln.de

Verwaltung des Bezirksbürgermeisters, Migrationsbeauftragter
Arnold Mengelkoch, Tel. 90239 2951, Email arnold.mengelkoch@bezirksamt-neukoelln.de


Weitere Infos zum Projekt finden Sie auf der Homepage des Europarates unter www.coe.int/interculturalcities(Externer Link)

Kontakt

Bezirksamt Neukölln von Berlin
Europabeauftragte

Dienstgebäude:
Boddinstr. 34
12053 Berlin

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Postanschrift:
Karl-Marx-Str. 83
12040 Berlin - Neukölln

Europabeauftragte

Cordula Simon
Raum A 220
Tel.: (030) 90239 2592
Fax: (030) 90239 3958
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