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Die neue Lucy-Lameck-Straße in Neukölln - Umfangreiches Rahmenprogramm zur Umbenennung

Pressemitteilung vom 16.04.2021

Am 23. April wird offiziell die bisherige Wissmannstraße in Lucy-Lameck-Straße umbenannt. Als Ergebnis eines umfassenden Beteiligungsprozesses mit der Zivilgesellschaft wird die Straße künftig nicht mehr nach einem Kolonialvertreter, sondern einer tansanischen Politikerin benannt sein.

Anlässlich der Umbenennung finden neben dem Festakt mehrere Online-Panel, Perfomances und Spaziergänge statt. Die Veranstaltungen werden gemeinsam vom Bezirksamt Neukölln, dem Berlin Global Village, Oyoun und Berlin Postkolonial durchgeführt.

Bezirksbürgermeister Martin Hikel: „Als vielleicht vielfältigster Ort der Republik mit Menschen aus 150 Nationen steht Neukölln heute für Diversität, für ein selbstbestimmtes Leben und gegen jede Form von Rassismus. Für diese Werte steht auch das Wirken von Lucy Lameck. Und dafür stehen auch die Initiativen, mit denen wir gemeinsam ein umfassendes Rahmenprogramm anbieten. Ich wünsche mir, dass der neue Name nicht nur eine Adresse wird, sondern zu einem Statement und einem Bekenntnis zu unserem Bezirk.“

Rahmenprogramm:

21. April 2021, 17 Uhr
Online-Panel „Lucy Lameck und ihre Zeit“:
Die historische Einordnung von Lucy Lameck, die Anfangsjahre des unabhängigen Tansanias und das Wirken von Lucy Lameck stehen im Mittelpunkt der Online-Diskussion mit Dr. Oswald Masebo (Universität Dar es Saalam), Dr. Manuela Buche (FU Berlin) und Prof. Dr. Andreas Eckert (HU Berlin).

23. April 2021, 16 Uhr
Festakt zur Benennung der Lucy-Lameck-Straße
Am Festakt nehmen neben Bezirksbürgermeister Martin Hikel auch der S.E. Dr. Abdallah Saleh Possi (Botschafter der Vereinigten Republik Tansania) sowie weitere Ehrengäste teil. Die Veranstaltung wird live bei YouTube übertragen (Link:t1p.de/lucy-lameck). Entsprechend der Infektionschutzverordnung ist die Veranstaltung auf maximal 50 Personen begrenzt. Für Pressevertreter:innen folgt eine gesonderte Einladung Anfang kommenden Woche.

24. April 2021, 16 Uhr
Unter dem Motto „Decolonize Neukölln!“ findet eine Sonderführung von Berlin Postkolonial statt. Beim Rundgang werden die Persönlichkeiten Hermann von Wissmann genauso wie Lucy Lameck beleuchtet und Stationen der deutschen Kolonialgeschichte in Neukölln kritisch thematisiert.

28. April 2021, 17 Uhr
Mit der dekolonialen Erinnerungskultur befasst sich auch die Online-Konferenz von Berlin Global Village. Mit Vertretern der afrikanischen Community werden die bisherige Befassung mit der kolonialen Vergangenheit in Neukölln betrachtet und das geplante Kunstprojekt „Dekoloniales Denkzeichen“, das in Neukölln entstehen soll, diskutiert.

29. und 30. April, 14 Uhr
Migrationsbiografien und Identitätsfragen, Gemeinschaft und antikoloniale Denkanstöße stehen auch im Mittelpunkt der Performance und anschließenden Diskussionsrunde von „Out Of Time Embassy“. Die Koproduktion von OOTE und Oyoun findet im Garten von Oyoun statt.

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