Ausstellungsreihe „Stadt und Natur“

Pressemitteilung vom 29.09.2017

Am 19. Juli dieses Jahres wurde die neue Ausstellungsreihe ´Stadt und Natur` des Neuköllner Umwelt- und Naturschutzamtes durch Bezirksstadtrat Bernward Eberenz offiziell im Foyer der BVV-Neukölln eröffnet und war auch schon in den Neukölln Arcaden sowie in den Gropiuspassagen zu sehen. Am 24.09. wurde in der Genezarethkirche am Herrfurthplatz die dritte Teilausstellung zum Thema ´Flug und Fliegen in der Natur` eröffnet.

Vom 5.10.- 25.10.2017 findet sie nun ihre Fortsetzung im Foyer der BVV Neukölln, und zwar mit der Teilausstellung: ´Biodiversität auf Friedhöfen und Vögel der Jahre 2014/2015`.

Die Eröffnung findet statt am 5.10.2017 um 16 Uhr im Foyer der BVV-Neukölln.

Bezirksstadtrat Bernward Eberenz:

„Friedhöfe sind vor allem Orte zur Bestattung und des Gedenkens. Sie dienen aber auch der Erholung der Besucher und gleichsam nebenbei sind sie auch noch wichtige Lebensräume für Tiere und Pflanzen, besonders in der Großstadt.
Mit der Ausstellung „Friedhöfe: Räume innerstädtischer Biodiversität“ in Verbindung mit der Ausstellung zum Habicht und Grünspecht möchte das Umwelt und Naturschutzamt Neukölln in Zusammenarbeit mit der Berliner Landesarbeitsgemeinschaft Naturschutz und dem NABU Interesse am “Lebensraum Friedhof” wecken und dazu anregen, den Gedanken des Naturschutzes stärker als bisher in der Gestaltung und Pflege von Friedhöfen zu berücksichtigen. Friedhöfe müssen deshalb nicht gleich in Naturschutzgebiete umgewandelt werden. Aber es spricht doch viel für die Erhaltung alter Bäume und den Schutz der dort sich entwickelnden Flora und Fauna.

Habicht und Grünspecht waren die Vögel der Jahre 2014 und 2015. Und gerade auch für sie bilden innerstädtische Friedhöfe einen unverzichtbaren Lebensraum.
Wendig, scharfsichtig, aber sehr scheu, ist der Habicht in Berlin ein typischer Bewohner alter Friedhöfe. Dort bleibt er weitgehend ungestört, die wenigen Besucher verhalten sich ruhig, Hunde werden an der Leine geführt. Er findet dort die Ruhe, die er braucht, um sich fortzupflanzen und seine Nahrung zu erjagen. Hecken und Gebüsche bieten ihm bei der bodennahen Jagd Deckung, die hohen Bäume sind Standort für die Jungenaufzucht.
Besondere Merkmale des Grünspechtes sind: Grünes Federkleid, rote Kappe, schwarze „Augenmaske“ und ein lautes, helles Lachen. Als Ameisenliebhaber braucht er Rasen und Wiesen, als Höhlenbewohner alte Bäume. Friedhöfe bieten beides und sind damit ideale Lebensräume für den grünen Trommler.“