Neukölln kämpft gegen Vermüllung im Bezirk Start der Sauberkeitskampagne „Schön wie wir – so wollen wir unser Neukölln“

Logo zur Sauberkeitskampagne „Schön wie wir – so wollen wir unser Neukölln“
Bild: Bezirksamt Neukölln
Pressemitteilung vom 09.03.2016

Kühlschränke, Fernseher, Matratzen, Sofas – einfach auf den Gehweg gestellt. Im Jahr 2015 hat die Berliner Stadtreinigung (BSR) im Auftrag des Ordnungsamts rund 800 Tonnen illegal abgelagerten Sperrmüll von Neuköllns Straßen entsorgt. Neukölln nimmt mit dieser Größenordnung einen unrühmlichen Spitzenplatz in der Berliner Müllstatistik ein. Das Problem ist immens, vor allem in Nord-Neukölln.

Seit der Einführung des Anliegen-Managements (AMS) beim „Ordnungsamt Online“ Anfang November 2015 gehen täglich bis zu 200 Meldungen über illegale Müllablagerungen im öffentlichen Straßenland ein. Die vom Ordnungsamt beauftragte BSR tut ihr Bestes, um den Unrat wieder zu beseitigen. Doch weil immer wieder neuer Sperrmüll rücksichtslos abgeladen wird, stoßen auch die Männer und Frauen in Orange an Grenzen.

Das Problem kostet den Steuerzahler Millionen Euro. Allein für die Entsorgung von Bauschutt und Sondermüll und die Entfernung von „gefährlichen Abfällen“ oder von Müll und Vandalismusschäden in den Grünanlagen sind seit 2014 insgesamt 1,2 Mio. Euro aus der Bezirkskasse geflossen. Geld, das besser eingesetzt werden könnte – für Spielplätze, Kitas und Schulen.

Bis zu 5.000 Euro Bußgeld können für illegale Müllablagerungen fällig werden, nur häufig gibt es ein Problem: Der Verursacher kann nicht festgestellt werden und die Ermittlungen laufen ins Leere. 2015 wurden 598 Verfahren eingeleitet, jedoch nur 7 mit Bußgeldbescheid beendet, weil kein Nachweis über die Täterschaft erbracht werden konnte.

Bezirksbürgermeisterin Dr. Franziska Giffey will sich mit diesem Zustand nicht zufrieden geben: „Um etwas zu verändern, braucht es mehr als das klassische Bußgeldverfahren und die fleißige Arbeit der BSR-Beschäftigten. Menschen müssen ihr Verhalten ändern. Sie müssen sich verantwortlich fühlen und einen Stolz auf ihren Bezirk entwickeln. Sie müssen verinnerlichen, dass es nicht in Ordnung ist, seinen Müll einfach auf die Straße oder in den Park zu kippen.“

Deshalb startet das Bezirksamt gemeinsam mit seinen Partnern am

11. MÄRZ 2016 UM 11.00 UHR MIT EINEM HOFFEST IM RATHAUS NEUKÖLLN, EINGANG ERKSTRAßE

die NEUKÖLLNER SAUBERKEITSKAMPAGNE „SCHÖN WIE WIR – SO WOLLEN WIR UNSER NEUKÖLLN“.

Die Kampagne will ein Zeichen setzen für mehr Sauberkeit und Ordnung im Bezirk. Die Neuköllnerinnen und Neuköllner sind dazu aufgerufen, mitzumachen und gemeinsam mit Partnern der Wirtschaftsunternehmen, der Wohnungsbaugesellschaften, der BSR, dem Quartiersmanagement und anderen Akteuren für mehr Lebensqualität im Bezirk aktiv zu werden.

Es geht darum, viele zu gewinnen, um neue Ideen für mehr Sauberkeit im Bezirk zu entwickeln.

Der gelbe Besen mit den pinken Borsten wird das Symbol dafür sein.

Dabei stehen die Gemeinschaft, der Spaß und das Aktivsein im Mittelpunkt der Kampagne. Jede und jeder kann mitmachen. Mit welchen Aktionen und Kommunikationsinstrumenten das gelingen soll, wird den Gästen beim Hoffest vorgestellt.

Wir würden uns freuen, Sie am 11.03.2016 im Rathaus Neukölln begrüßen zu dürfen.

Gerne können Sie sich auch zusätzlich über die Internetseite www.schoen-wie-wir.de informieren.

Um Anmeldung wird gebeten:
kampagne@bezirksamt-neukoelln.de oder 030 / 90239 4443