Landesprogramm Radikalisierungsprävention - Programm gegen islamistische Radikalisierung in Neukölln dringend erforderlich

Pressemitteilung vom 23.12.2015

In Berlin gibt es ab 2016 ein Landesprogramm zur Prävention gegen salafistisch-dschihadistische Radikalisierung in Berlin. Das hat der Senat in seiner Sitzung am 22. Dezember 2015 beschlossen. Ziel des Landesprogramms ist es, Jugendliche und junge Erwachsene vor einer Radikalisierung zu bewahren. Insbesondere Mädchen und junge Frauen sollen so vor der Einflussnahme und Rekrutierung durch terroristische Vereinigungen geschützt werden.

Neben Aufklärungsworkshops an Schulen und in Jugendeinrichtungen gehören auch Online-Beratungen und eine Präsenz in sozialen Netzwerken zum neuen Konzept des Senats. Dabei sollen bereits bestehende Initiativen wie ufuq.de oder Aufbruch Neukölln e.V. besser vernetzt und langfristig gefördert werden.

Jugendstadtrat Falko Liecke begrüßt die Entscheidung, die Islamismusprävention zu stärken. Er setzt sich schon seit Langem für mehr Prävention ein: „Ich sehe einen hohen Bedarf an Präventions- und Deradikalisierungsmaßnahmen in Neukölln. In der Al-Nur Moschee in der Köllnischen Heide werden Jugendliche offen radikalisiert. Dem muss unsere demokratische Gesellschaft etwas entgegen setzen.
Wenn arabische Jugendliche in Neukölln durch die Straßen ziehen und junge Mädchen dazu drängen, ein Kopftuch zu tragen, sind das die ersten Schritte in eine Radikalisierung, die direkt zum IS führt. Diesen Jugendlichen müssen wir frühzeitig Alternativen bieten und ihnen klar machen, dass sie auf dem falschen Weg sind. Religiöser Extremismus hat in unserer Demokratie keinen Platz.“

Das Landesprogramm wird in den Jahren 2016 und 2017 mit insgesamt 1,62 Millionen Euro gefördert. Die Landeskoordinierungsstelle Radikalisierungsprävention wird bei der Senatsverwaltung für Inneres und Sport angesiedelt sein.