Tageseinnahmen eines Friseursalons gehen an Neuköllner Unterkunft für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge

Pressemitteilung vom 11.11.2015

Bezirksbürgermeisterin Dr. Franziska Giffey, Sozialstadtrat Bernd Szczepanski und Bildungs- und Sportstadtrat Jan-Christopher Rämer nehmen vom Friseursalon Ebil & Beyond eine Spende in Höhe von 2.700 € entgegen.

Inhaber Suaip Özalp will – wie so viele andere auch – die Menschen unterstützen, die nach langer Flucht in Berlin angekommen sind. Nach dem Motto „Frisieren für Vielfalt und Toleranz“ entwickelte er die Idee, die Einnahmen eines Tages komplett zu spenden. Und so war der Friseursalon Ebil & Beyond am 30. Oktober Schauplatz für ein ganztägiges Charity-Event. Zu erweiterten Öffnungszeiten frisierte und stylte das gesamte Team die Kundinnen und Kunden, um die Situation der Flüchtlinge in Berlin ein wenig zu verbessern.

Von den Tageseinnahmen in Höhe von 3.800 € gehen an die Neuköllner Flüchtlingsunterkunft für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge 2.700 €. Da die dort lebenden 54 jungen Menschen im Alter von 14 bis 17 Jahren dringend Sportbekleidung benötigen, wird Suaip Özalp die Spende in Form von 54 Sporthaus-Gutscheinen im Wert von je 50 Euro überreichen. Der Inhaber des Neuköllner Sporthauses Butterfly, Mehmet Matur, in der Erkstraße 6, bei dem die Gutscheine erworben wurden, hat sich spontan der Spendenaktion angeschlossen und den Gutscheinbetrag jeweils um 10 € erhöht. Somit erhält jeder Jugendliche einen Gutschein über 60 €.

Inhaber Suaip Özalp: „Kulturelle und religiöse Vielfalt ist für mich selbstver-ständlich. Deshalb und weil jeder in seinem Leben schon einmal auf Hilfe und Menschlichkeit angewiesen war, will ich mich engagieren. Die positive Resonanz der Kundinnen und Kunden bestärken mich darin, diesen Weg weiterzugehen.“

Bezirksbürgermeisterin Dr. Giffey: „Die unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge, die vor Krieg, Terror oder Menschenrechtsverletzungen fliehen und Schutz in Deutschland suchen, bedürfen unserer besonderen Fürsorge. Insoweit habe ich mich sehr gefreut, dass unsere Neuköllner Einrichtung für diesen Personenkreis von der Spendenaktion partizipieren kann. Gleichfalls gilt mein Dank auch dem Sportfachgeschäft, das noch 10 € pro Gutschein obenauf gelegt hat. Die Spendeninitiativen sind einmal mehr ein schönes Beispiel für die ungebrochene Hilfsbereitschaft der Berlinerinnen und Berliner.“

Bezirksstadtrat Jan-Christopher Rämer: „Lange war für die Geflüchteten überhaupt nicht daran zu denken, Sport zu treiben. Das Leben auf der Flucht stellte ganz andere Prioritäten. Die Sportartikelspende versetzt die Kinder und Jugendlichen nunmehr in die Lage, mit Gleichaltrigen in Deutschland ein Stück weit Normalität zu erleben: Sport verbindet! Ich wünsche diesem solidarischen Beispiel von Gewerbetreibenden viele Nachahmer“.

Hinweis: Um dem Schutzgedanken für die unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge Rechnung tragen zu können, hat der für den Standort eingesetzte Träger ausdrücklich darum gebeten, bei der Berichterstattung nicht die Adresse der Unterkunft zu nennen.