Redrawing Stories from the Past - Neuste Ausstellung in der Galerie im Saalbau

Pressemitteilung vom 22.10.2015

Graphic Novel-Zeichner/innen bringen vergessene Geschichten von Opfern des Nationalsozialismus ans Licht

7. November 2015 – 3. Januar 2016

Mit den Künstler/innen Max Baitinger (Deutschland), Paula Bulling (Deutschland), Zosia Dzierżawska (Polen),Vuk Palibrk (Serbien), Mārtiņ Zutis (Lettland) und den Experten für Geschichte und Comics, Ole Frahm und Sascha Hommer
Projektleitung: Elisabeth Desta und Ludwig Henne

Einladung zur Vernissage am Freitag, 6. November 2015, 18 Uhr
Einführung: Elisabeth Desta, Ole Frahm

Die Ausstellung wird von Neuköllns Bildungsstadtrat Jan-Christopher Rämer eröffnet.

Bald können keine Augenzeugen mehr von den Verbrechen des Nationalsozialismus berichten. Doch noch immer gibt es viele vergessene Opfer. Wer hat etwa schon von arabischen KZ-Häftlingen gehört? Zugleich bedarf das Erinnern an ihre Geschichten dringend neuer und lebendiger Konzepte, besonders für junge Menschen.

„Redrawing Stories from the Past“ bringt vergessene Geschichte(n), Kunst und Jugendkultur zusammen. Für das Projekt von MitOst e.V. haben fünf Graphic-Novel-Künstler*innen aus verschiedenen Ländern Europas und Schüler*innen aus Chemnitz und Pančevo/Serbien vergessene Geschichten von Opfern des Nationalsozialismus recherchiert und im Format des Comics umgesetzt. In den Graphic Novels greifen die Künster*innen unterschiedliche Erinnerungen an den Nationalsozialismus auf, wobei zum Teil wenig bekannte Dinge und Ereignisse zur Sprache kommen.

„Vergangenheit und was sie in der Gegenwart bedeuten kann, historische Ereignisse und wie sie persönlich erlebt wurden – das bringt das Format ‚Graphic Novel’ besonders gut zusammen. Mit Bild und Text vereint es mehrere Erzählweisen in sich. Das hilft uns, einen kritischen Umgang mit Geschichte und ihrer Darstellung zu entwickeln“, sagt Elisabeth Desta. Gemeinsam mit Ludwig Henne ist sie für das Ausstellungsprojekt verantwortlich.

Zuvor nahmen die Künstler*innen an Workshops im serbischen Pančevo und in Chemnitz teil. Dort recherchierten sie, auch gemeinsam mit Jugendlichen, nach vergessenen Geschichten und arbeiteten mit Experten für Comics und Geschichte sowohl zum historischen Erzählen als auch zur Darstellung und dem Einsatz von historischem Material.

Zum Projekt erscheint eine Publikation. Im Anschluss an die Präsentation in der Galerie im Saalbau wird es eine weitere Ausstellung zu dem Thema in Chemnitz geben.

Die Ausstellung ist eine Kooperation mit MitOst e.V. sowie dem serbischen Verein Elektrika, dem lettischen Verein Kus! und dem AJZ Chemnitz. http://redrawingstoriesfromthepast.com

Gefördert durch die Stiftung EVZ, die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und das
Goethe-Institut Belgrad

Vortrag: Donnerstag, 19. November 2015, 19 Uhr
Jörn Wendland: Comics im KZ? Narrative Bildserien von Häftlingen und Überlebenden der NS-Zwangslager

Vortrag: Donnerstag, 3. Dezember 2015, 19 Uhr
Ole Frahm: Gespaltene Spuren. Darstellung des Holocaust in der Graphic Novel

Workshop: Samstag, 5. Dezember 2015, 14 – 18 Uhr
Der Zeichner Sascha Hommer leitet Jugendliche an, selber Comics zu entwickeln.
Alter: 10–15 Jahre”
Anmeldung unter : 030 90239-4084 oder(E-Mail Adresse)”:mailo:sophia.trier@bezirksamt-neukoelln.de sophia.trier@bezirksamt-neukoelln.de

Führungen für Schulklassen auf Anfrage

GALERIE IM SAALBAU
Karl-Marx-Straße 141 • 12043 Berlin
Dienstag – Sonntag 10 – 20 Uhr
U-Bahn Karl-Marx-Straße (U7)

Mehr Informationen:
Dorothee Bienert, dorothee.bienert@bezirksamt-neukoelln.de
und Elisabeth Desta, elisabeth.desta@kulturmanager.de