Europäisches Städtenetzwerk Intercultural Cities in Neukölln zu Gast Bezirksbürgermeisterin Dr. Franziska Giffey heißt Vertreter/innen aus 10 europäischen Städten am 22. und 23. Oktober 2015 willkommen

Pressemitteilung vom 21.10.2015

Seit 2008 ist Neukölln Mitglied im europäischen Städtenetzwerk Intercultural Cities. Das Netzwerk wurde vom Europarat initiiert und unterstützt die inzwischen 56 Mitgliedsstädte in der Entwicklung von interkulturellen Strategien. Ziel ist, die Potentiale von Zuwanderern zu nutzen und die Schritte hin zu einer integrierten Gesellschaft für alle positiv zu begleiten.

Europäische Experten zur Flüchtlingsthematik in Neukölln

Vertreter/innen aus Barcelona, Bilbao, Genf, Ioannina, Limerick, Lissabon, Lublin, Malta, Patras und Reykjavík werden sich an zwei Tagen über die unterschiedlichsten Projekte zur Integration von Flüchtlingen in Neukölln informieren.

Neben dem Konzept der Willkommensklassen werden Integrationskurse aber auch die frühzeitige Integration in den Arbeitsmarkt durch das Projekt „Early Intervention“ der Arbeitsagentur vorgestellt. Mit Besuchen vor Ort wird ein Eindruck sowohl bestehender Flüchtlingsunterkünfte als auch zur geplanten Unterkunft in der Karl-Marx-Straße vermittelt.

Ebenso werden ehrenamtliche Initiativen der Zivilgesellschaft zur Unterstützung von Flüchtlingen vorgestellt. Bei der Unterstützung vor Ort ist das Bündnis Neukölln ein wichtiger und beständiger Partner für die Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt Neukölln. Hinzu kommen neue Akteure wie der Verein „Give something back to Berlin“ oder „Start with a friend“.

Allen gemeinsam ist, Flüchtlingen über persönliche Kontakte und Netzwerke den Einstieg in die Gesellschaft zu ermöglichen und vor Ort unkonventionell Hilfe zu leisten.

Bezirksbürgermeisterin Dr. Franziska Giffey:
„Die Herausforderungen und Problemstellungen, vor denen unser Bezirk als interkulturelle Großstadt steht, sind in vielen anderen europäischen Städten auch zu finden. Es geht immer um Fragen von Integration, Bildung, Chancen und letztlich eines friedlichen Zusammenlebens. Deshalb ist Neukölln als Labor für integrative Entwicklungen auch für viele andere europäische Städte interessant, weil hier pragmatische Lösungen und Beispiele der guten Praxis gefunden werden können. Gerade auch bei der europaweiten Bewältigung der aktuellen Flüchtlingskrise ist das von großer Relevanz.“

Mehr Informationen über das Städtenetzwerk Intercultural Cities:
www.coe.int/interculturalcities